Von Wettsiegern und Wahlgewinnern

Petra Tursky-Hartmann, frühere Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sachsenhausen, war gestern besonders guter Laune. Sie freute sich nicht nur über den Sieg von Peter Feldmann, sondern auch über ein paar Flaschen Sekt. Die hat sie nämlich bei Wetten mit PR-Berater Moritz Hunzinger und Kämmerer Uwe Becker (CDU) gewonnen.

Petra Tursky-Hartmann, frühere Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sachsenhausen, war gestern besonders guter Laune. Sie freute sich nicht nur über den Sieg von Peter Feldmann, sondern auch über ein paar Flaschen Sekt. Die hat sie nämlich bei Wetten mit PR-Berater Moritz Hunzinger und Kämmerer Uwe Becker (CDU) gewonnen.

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Es ist schon Tradition, dass Ulli Nissen, Vorsitzende der Frankfurter SPD-Frauen, Wahlkampf bis zur letzten Minute macht. Am Sonntag verteilte sie am Mainufer Gummibärchen – die natürlich mit Peter-Feldmann-Werbung präpariert waren.

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Peinlich für die CDU: Am Samstag vor der Wahl wurde Alix Puhl in einer Zeitungsanzeige mit dem Satz "Ich wähle BORIS RHEIN, weil er sich um Schule und Kinderbetreuung kümmert!" zitiert. Doch die stellvertretende Vorsitzende des Frankfurter Stadtelternbeirats wusste nach einem Bericht von hr-INFO gar nichts davon und war mit der Wahlwerbung auch gar nicht einverstanden. Denn der Stadtelternbeirat müsse politisch neutral sein. Die CDU entschuldigte sich und berief sich auf eine Panne bei ihrer Werbeagentur.

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Mit Peter Feldmann wollen die Grünen nichts zu tun haben. Deshalb reagierten die Vorstandsprecher Martina Feldmayer und Omid Nouripour ziemlich verärgert, als auf den Plakaten der grünen Kandidatin Rosemarie Heilig Aufkleber auftauchten, mit denen zur Wahl Feldmanns aufgerufen wurde.

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Bei herrlichem Frühlingswetter flanierten im Nordend die Bürger auf den Straßen. Der Freisitz vor dem Eiscafé Olimpio war voll besetzt, vor dem Eisverkauf bildete sich eine lange Schlange. Zu den Wahllokalen in der Berta-Jourdan-Schule fanden dagegen deutlich weniger den Weg als beim ersten Wahlgang. Ein Wahlhelfer brachte es auf den Punkt: "Es gibt zwei Gründe für eine niedrige Wahlbeteiligung: Gutes und schlechtes Wetter."

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Mit einem todsicheren Tipp empfing der städtische Protokoll-Chef Karlheinz Voss gestern vor 18 Uhr die Gäste im Römer: "Es wird eine Veränderung geben", sagte er. "Der nächste Oberbürgermeister wird ein Mann."

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Oliver-Maria Schmitt (Die Partei) kannte den Grund für Feldmanns Sieg: Die 3009 Stimmen für ihn aus dem ersten Wahlgang, die der OB-Kandidat Schmitt für 122 Euro verkauft hatte. Die Partei sei autokratisch geführt, seine Wähler seien dem Käufer gefolgt. Durch sein Ausscheiden im ersten Wahlgang habe der Urnengang an Dramatik verloren. Für den unterlegenen Boris Rhein hatte die Ulknudel einen Trost parat: "Das nächste Mal schaffen wir es gemeinsam", sagte er zu dem CDU-Mann.

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