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„Eintracht-Frankfurt-Meilenstein” - Rebic bis 2022

Niko wer? Innerhalb von zwei Tagen dehnt die Eintracht die Verträge mit Bobic, Hübner und Hellmann aus. Vize-Weltmeister Rebic bleibt und verlängert ebenfalls. Frankfurt ist gewappnet für die Bayern.
WM-Shootingstar Ante Rebic und Eintracht Frankfurt haben sich auf eine Verlängerung des Vertrages geeinigt. Foto: C. Yichen/xinhua WM-Shootingstar Ante Rebic und Eintracht Frankfurt haben sich auf eine Verlängerung des Vertrages geeinigt.
Frankfurt/Main. 

Unmittelbar vor der großen Titelchance im Supercup hat Eintracht Frankfurt den ersten spektakulären Coup der neuen Spielzeit schon geschafft. 

Nur zwei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Kräftemessen mit dem FC Bayern München am Sonntag (20.30 Uhr) beendete der Pokalsieger alle Spekulationen um Ante Rebic und verlängerte den Vertrag mit dem Vize-Weltmeister sogar um ein weiteres Jahr bis 2022. „Für uns ist das ein Eintracht-Frankfurt-Meilenstein, das zu schaffen”, sagte Fredi Bobic am Freitag. 

Und nicht nur das: Auch die Vorstände Bobic und Frank Hellmann (jeweils bis 2023) sowie Sportdirektor Bruno Hübner (bis 2021) verlängerten ihre Verträge bei der SGE langfristig. Der Verein, der in den vergangenen beiden Spielzeiten zweimal im Pokalfinale stand, stellt somit die Weichen für die sportliche Zukunft, die mit einem erneuten Sieg über die Bayern vor heimischer Kulisse bereits an diesem Sonntag eine weitere Krönung erfahren kann. „Wir spielen gegen die beste Mannschaft Deutschlands, aber natürlich wollen wir gewinnen”, sagte Trainer Adi Hütter. Für den Österreicher könnte es im Duell mit Vorgänger Niko Kovac keinen besseren Start geben.

Der neue Bayern-Coach Kovac, der nach den spektakulären Personalien in den vergangenen Tagen kaum noch ein Thema im Eintracht-Umfeld war, gratulierte seinem Ex-Verein zur Verlängerung mit Rebic. „Dass sie mit Ante um ein Jahr verlängern konnten, spricht für die Ambitionen des Clubs. Er ist jetzt schon ein Idol in Frankfurt”, lobte der 46 Jahre alte Kovac.

Nach eigener Aussage schlug Rebic nach einer starken WM mit Kroatien besser dotierte Verträge aus, um in Frankfurt bleiben zu können. „Finanziell gab es wesentlich bessere Angebote. Ich fühle mich aber sehr, sehr wohl hier”, sagte der 24-Jährige. Dass der Angreifer wirklich bis 2022 bei den Hessen bleibt, darf bezweifelt werden, zumal Rebic auch mit Blick auf Klauseln ausweichend reagierte.

„Bei den Klauseln müssen Sie die sportliche Leitung fragen”, sagte er. Die Eintracht behält derweil nach schwerwiegenden Abgängen die Qualität des Kroaten und kann auch in den kommenden Jahren noch auf einen gewaltigen Erlös für den dynamischen Offensivmann hoffen. Vor der kommenden Spielzeit mit Dreifachbelastung wäre der Aderlass wohl zu groß gewesen, wenn nach Torwart Lukas Hradecky sowie Kevin-Prince Boateng, Omar Mascarell und Marius Wolf ein fünfter Leistungsträger den Verein verlassen hätte.

Vorher soll Rebic aber erneut die Bayern ärgern. „Ich habe gesagt, ich verlange nichts von dir, außer zwei Tore”, sagte Sportvorstand Bobic lachend in Anspielung auf das Pokalfinale, bei dem der Stürmer doppelt traf. Trainer Hütter kann personell auf alle Spieler zurückgreifen, Torwart Frederik Rönnow wird nach überstandener  Knieverletzung wohl sein Debüt für die SGE feiern. „Ich möchte ein Team sehen, das vom ersten Moment an Mentalität zeigt”, forderte  Hütter.

(Von Patrick Reichardt und Eric Dobias, dpa)
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