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Basketball: Henrik Rödl: "Eine super Zeit, Bundestrainer zu sein"

Vor zwei Monaten wurde Henrik Rödl zum neuen Basketball-Bundestrainer ernannt. Der 48 Jahre alte gebürtige Offenbacher sprach mit unserem Redakteur Harald Joisten über seine Ziele, mögliche Chancen der Skyliners-Spieler und sein Verhältnis zu Vorgänger Chris Fleming.
War bisher Co-Trainer der Nationalmannschaft und tritt nächste Woche erstmals als Bundestrainer auf: Henrik Rödl. Foto: Sebastian Kahnert (dpa-Zentralbild) War bisher Co-Trainer der Nationalmannschaft und tritt nächste Woche erstmals als Bundestrainer auf: Henrik Rödl.

Herr Rödl, Sie leben in Berlin, sind in Offenbach geboren und in Heusenstamm aufgewachsen. Welche Verbindungen haben Sie noch zur Rhein-Main-Region?

HENRIK RÖDL: Meine Eltern wohnen noch in Heusenstamm. Sobald ich kann, bin ich dort. Zudem bin ich ja beruflich oft in der Region, wenn ich mir Spiele in Gießen, Frankfurt oder Würzburg anschaue.

Sie waren gut zwei Jahre lang Assistant Coach von Bundestrainer Chris Fleming. Der Amerikaner arbeitet inzwischen als Assistant Coach in der NBA bei den Brooklyn Nets. Haben Sie noch Kontakt zu ihm?

RÖDL: Ja, sehr häufig. Wir telefonieren mindestens einmal die Woche miteinander.

Besprechen Sie dabei auch, welche Spieler Sie nominieren?

RÖDL: Wir tauschen alles aus. Wir sind gut befreundet.

In der nächsten Woche stehen Ihre ersten beiden Länderspiele als Bundestrainer an. Sie haben vier Debütanten nominiert, darunter den gerade 18 Jahre alt gewordenen Isaac Bonga von den Fraport Skyliners. Welche Rolle trauen Sie ihm im Nationalteam zu?

RÖDL: Er ist eines der ganz großen Talente, die wir haben in Deutschland. Ich kann mir vorstellen, dass er in Zukunft eine gute Rolle im Kader spielen und sich gut behaupten kann.

Sie treffen sich am Montag mit dem 14-köpfigen Kader in Chemnitz und müssen bis zu den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Georgien (24. November in Chemnitz) und in Österreich (27. November) noch zwei Spieler streichen. Hat Bonga eine Chance, bei den Länderspielen dabei zu sein?

RÖDL: Das werden wir sehen.

Bonga ist 2,04 Meter groß und spielt bei den Frankfurtern auf der Position des Point Guards. Werden Sie ihn auch als Spielmacher einsetzen?

RÖDL: Ja, sicher.

Trauen Sie weiteren Frankfurtern den Sprung in die Nationalmannschaft zu?

RÖDL: Das Frankfurter Programm ist dafür bekannt, viele deutsche Talente zu haben. Mit Richard (Freudenberg, Anm. d. Red.) und Niklas (Kiel, Anm. d. Red.) habe ich schon in diesem Sommer bei der U 20-EM zusammengearbeitet. Deswegen ist da auch ein Auge drauf.

Neue Arena

Frankfurts Centerspieler Jonas Wohlfahrt-Bottermann ist zwar schon 27 Jahre alt, spielt aber bisher eine starke Saison. Könnte auch er noch ein Kandidat werden?

RÖDL: Ich freue mich für ihn. Er hat eine lange Verletzungsphase hinter sich und noch Potenzial nach oben. Er ist ein guter Junge, muss die Leistung aber für sich und seinen Verein erst mal bestätigen. Wir haben auf seiner Position in Deutschland viele gute Spieler.

Dazu gehört auch der Ex-Frankfurter Johannes Voigtmann, der seit 2016 für das spanische Topteam Vitoria spielt. Wegen eines Konflikts zwischen dem Weltverband Fiba und der Euroleague ist unklar, ob Euroleague-Clubs wie Vitoria ihre Spieler für die WM-Qualifikation abstellen werden. Wissen Sie schon, ob Voigtmann dabei sein wird?

RÖDL: Das ist noch offen. Ich weiß nicht, was passiert. Das wird sich kurzfristig entscheiden.

Deutschland hat bei der EM 2017 als jüngste Mannschaft des Turniers das Viertelfinale erreicht. Und einige Leistungsträger haben noch gefehlt. Was ist möglich mit diesem Team in Zukunft?

RÖDL: Es ist eine super Zeit, um Bundestrainer zu sein. Es kommt sehr viel Talent nach. Wir wollen uns im oberen Bereich in Europa festsetzen. Und wir wollen das weiter ausbauen.

Welche Termine stehen mittelfristig mit dem Nationalteam an?

RÖDL: Die Qualifikationsspiele für die WM 2019 in China sind in sechs Zeitfenster eingeteilt. Jetzt im November, dann im Februar, Juni, September und November 2018. Es geht bis ins Frühjahr 2019.

Sie kennen sich gut aus in der Rhein-Main-Region. Was halten Sie von den Plänen, am Kaiserlei eine Multifunktionshalle zu bauen?

RÖDL: Wenn die Skyliners das Projekt stemmen und ein eigenes Zentrum aufbauen können, wäre das eine große Nummer. Die Hallen im deutschen Basketball werden immer größer. Es wäre für den Sport eine klasse Sache. Ob die Region das verkehrsträchtig stemmen kann, müssen andere beurteilen.

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