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Eintracht vs. Ingolstadt: Anthony Jung: Rückkehr nach Frankfurt als Erstligaspieler – für einen Tag

Von Im Sommer 2012 verließ der damals 20-jährige Anthony Jung die Eintracht und ging zum FSV. Ein Jahr wechselte er nach Leipzig und kam nach zwei Aufstiegen in drei Jahren in der Ersten Liga an. Nur dass er dort jetzt auf Leihbasis für Ingolstadt spielt und nicht für die "Bullen".
Anthony Jung Foto: imago Anthony Jung

Hallo Anthony, freuen Sie sich auf Frankfurt? Es dürften ja auch ein paar Leute wegen Ihnen ins Stadion kommen?

Klar freue ich mich, es ist ein besonderes Spiel in der Heimat. Zumal ich ja acht Jahre bei der Eintracht war, da fühlt man schon eine gewisse Verbundenheit. Und diesmal gibt es ja keine Zuschauersperre wie im Pokalspiel, als das Stadion weitestgehend leer war. Es wird also voll werden, und die super Atmosphäre in Frankfurt ist bekannt. Das ist eines der top Auswärtsspiele.

Sie haben es schon gesagt: Nach insgesamt acht Jahren, sechs in der Jugend und zwei in der U-23-Mannschaft, wurden sie von der Eintracht an den FSV Frankfurt abgegeben. Dabei waren Sie schon mal kurz auf dem Sprung in die Bundesliga …

Naja, ich wurde in der kurzen Zeit unter Christoph Daum zu den Profis geholt. Der war an seinem ersten Arbeitstag am Riederwald, und am nächsten Morgen war ich beim Profitraining dabei. Und nach dem Abstieg habe ich unter Armin Veh auch oben trainiert und war auch mal mit im Trainingslager. Einen Pflichtspiel-Einsatz hatte ich aber nicht.

Bilderstrecke Eintracht vs. Ingolstadt: Die Spieler im Duell Mann gegen Mann
Das Match gegen den FC Ingolstadt steht für die Eintracht an. Nach der deutlichen Niederlage in Leverkusen will die SGE wieder einen Erfolg vor den eigenen Fans landen. Wie sehen die Chancen der Adler gegen die Schanzer aus? Wir haben die Spieler im Duell "Mann gegen Mann" gegenübergestellt.<b>Lukas Hradecky (Torwart)</b><br></br>
An den Gegentoren in Leverkusen war der Keeper macht- und schuldlos. Hradecky spielt weiterhin eine überragende Saison und ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Adler.<b>Martin Hansen (Torwart)</b><br></br>
Der Däne verdrängte in der laufenden Saison den in die Spielzeit als Stammtorhüter gestarteten Nyland. Der Keeper zeigte starke Leistungen, ohne große Fehler zu machen und ist ein sicherer Rückhalt für seine Mannschaft. <b>Seine Qualität reicht aber nicht aus, um Hradecky zu besiegen: 1:0 für die Eintracht.</b>

Die Eintracht ist dann wieder aufgestiegen und Sie mussten als 20-Jähriger gehen. Mit einem gewissen Groll?

Ach was, gar nicht. Es war ja nicht so, dass ich kein Angebot von der Eintracht gehabt hätte. Aber ich konnte selbst einschätzen, dass ich hinter den erfahrenen Spielern wenig Chancen auf Spielzeit gehabt hätte. Mir schien es logischer, den nächsten Schritt in der Zweiten Liga zu machen, nachdem ich bei der Eintracht in der Regionalliga gespielt habe.

Dann hatten Sie einen Vertrag beim MSV Duisburg, sind aber doch in Leipzig gelandet. Wie kam das?

Ich war tatsächlich eine Woche in Duisburg, und dann hat der MSV die Lizenz für die Zweite Liga nicht bekommen. Weil sich das schon abgezeichnet hatte, liefen da parallel auch schon Gespräche – unter anderem mit Leipzig. Ich musste ja ganz pragmatisch sehen, dass es für mich weitergeht. Ich wollte nach dem Jahr Zweite Liga eigentlich nicht runter in die Dritte Liga, weil ich gezeigt hatte, dass ich die Qualität für die Zweite Liga habe. Aber man hat aber schon gewusst, dass Leipzig etwas vor hat und eine super Perspektive bietet.

<b>Wie waren die letzten Heimspiele der Eintracht? </b><br><br>Ganz stark! Die SGE ist in der aktuellen Saison in der heimischen Commerzbank-Arena noch unbesiegt.  Neben Siegen gegen Schalke, Leverkusen und im DFB-Pokal gegen Ingolstadt, gab es zwei Remis gegen Bayern München und Hertha BSC.
Eintracht Frankfurt Blick auf den Gegner: Wie stark ist der FC Ingolstadt ...

Die Eintracht trifft im nächsten Heimspiel auf den FC Ingolstadt. Wie ist die Lage beim Gegner? Wir haben die Schanzer unter die Lupe genommen und geschaut, was auf die Eintracht zukommt.

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Ja, Leipzig scheint die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Sie konnten sich mit der Mannschaft entwickeln und sind doch noch Bundesliga-Spieler geworden ...

So ist es. Letztlich war das Jahr Dritte Liga völlig okay, weil wir ja gleich aufgestiegen sind. Und die zwei Jahre Zweite Liga mit dem nächsten Aufstieg am Ende haben sich auch gelohnt, wenn man sieht, wohin das geführt hat.

Als im November Maik Walpurgis Trainer in Ingolstadt wurde, hat sich Ihr Fußballerleben noch einmal verändert. Eine Woche später gehörten Sie plötzlich zum Stammpersonal. Und Sie mussten eine neue Position lernen.

Unter dem alten Trainer habe ich ein einziges Mal über 90 Minuten gespielt, das war’s leider an Einsatzzeit für mich. Mit dem neuen Trainer kam ein neuer Impuls, und ich durfte gleich im ersten Spiel unter ihm ran – im Mittelfeld, nicht links hinten. Das war natürlich eine kleine Umstellung, aber wild war es auch nicht. Ich denke, im modernen Fußball ist es sinnvoll, wenn ein Außenbahnspieler vorne und hinten spielen kann.

Eintracht-Trainer Niko Kovac schaut entschlossen und optimistisch in die Zukunft: Auch in Leverkusen soll seine Mannschaft punkten.
Eintracht Frankfurt Niko Kovac zeigt vor Ingolstadt großen Respekt

Bei einem Sieg gegen die Schanzer, so der Frankfurter Trainer, sei das erste Saisonziel, der Klassenerhalt, geschafft. David Abraham ist wieder dabei.

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Das neue Jahr hat für Ihre Mannschaft nicht gerade glücklich angefangen. Zweimal gab es ein 0:1 – und dann diese späte Niederlage gegen die Bayern ...

Klar waren das bittere Spiele, weil es oft nur Nuancen waren, die gegen uns entschieden haben. Trotzdem sehe ich ganz klar die Tendenz, dass wir besser werden. Da ist eine Entwicklung zu erkennen, und die Mannschaft hat schon ein paar Schritte nach vorne gemacht. Jetzt wollen wir noch dahin kommen, dass es uns über die gesamten 90 plus x Minuten gelingt, unsere Leistung abzurufen.

Bilderstrecke Eintracht vs. Ingolstadt: Angstgegner war gestern
Noch vor kurzem galt der FC Ingolstadt 04 unseren Adlern als echter Angstgegner: Waren die Bayern doch eins von zwei Bundesligateams, gegen das die Eintracht kein einziges Mal gewinnen konnte. Das hat sich dank zweier Siege in den beiden zurückliegenden Matches zwar geändert; ein unbequemer Kontrahent bleibt Ingolstadt dennoch. Unsere Bilderstrecke zeigt alle bisherigen Aufeinandertreffen.Das erste Match zwischen der Eintracht und Ingolstadt stieg noch zu gemeinsamen Zeiten in der Zweiten Liga: In der Hinrundenpartie am 30. Oktober 2011 gelang dem Schlusslicht......vor heimischem Publikum zunächst die Führung in der 72. Minute durch Leitl. Die drohenden Blamage der Frankfurter, die damals unter Armin Veh spielten, konnte...

Im Moment sieht es nach einem Zweikampf mit Werder Bremen um den Relegationsplatz aus. Wie oft schauen Sie auf die Tabelle und den Spielplan?

Ich schaue nicht und ich rechne nicht. Es macht, glaube ich, keinen Sinn, sich damit zu beschäftigen. Es ist natürlich kein neuer Spruch, aber wir schauen von Spiel zu Spiel.

So oder so wird es noch eine kraft- und nervenaufreibende Saison für den FCI. Wie geht denn Ihr Trainer an den Abstiegskampf heran?

Es wird auf jeden Fall nichts totgeschwiegen. Wir wissen worum es geht, auch weil der Trainer das ganz klar anspricht. Der Trainer ist aber auch sehr positiv. Wir wissen also auch, dass noch nichts entschieden ist und haben uns vorgenommen, alles zu geben. In jedem Spiel. Es liegen noch genügend Partien vor uns, und wir sind davon überzeugt, dass wir es am Ende packen.

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