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Eintracht Frankfurt: Auferstehung eines Aussortierten: Ante Rebic erlebt eine erstaunliche sportliche Renaissance

Von Für Ante Rebic läuft es gerade ziemlich gut. Für die Eintracht schießt er Tore. Und jetzt fährt der Kroate wohl auch mit zur Fußball-WM.
Auch für Kroatien wieder am Ball: Ante Rebic (rechts), hier gegen den Griechen Papastathopoulos. Foto: STRINGER (AFP) Auch für Kroatien wieder am Ball: Ante Rebic (rechts), hier gegen den Griechen Papastathopoulos.
Frankfurt. 

Es ist nicht überliefert, ob Ante Rebic für das nächste Jahr schon Sommerurlaub geplant hatte. Momentan spricht allerdings viel dafür, dass der kroatische Stürmer die Zeit nach der Saison mit der Frankfurter Eintracht in der Fußball-Bundesliga nicht an einem Pool im Süden sondern dienstlich in Russland verbringen wird. Zusammen mit Superstars wie Luka Modric von Real Madrid, Ivan Rakitic vom FC Barcelona und Ivan Perisic von Inter Mailand.

Im Reich des Wladimir Putin findet vom 14. Juni bis 15. Juli die Fußball-WM statt. Seit Sonntagabend definitiv mit Kroatien und wahrscheinlich auch mit Ante Rebic. Der 24-Jährige gehörte bei den Play-offs gegen Griechenland zum Kader. Und er hat in beiden Partien – zumindest kurz – gespielt. Nach mehr als zweieinhalb Jahren Auszeit von der Nationalmannschaft. Der neue kroatische Coach Zlatko Dalic schätzt offenbar die draufgängerischen Qualitäten des Angreifers. „Wir brauchen schnelle Stürmer, weil Griechenland sehr defensiv spielen wird. Rebic ist genau der Typ, der vorne draufgeht“, hatte Dalic die Nominierung des Rückkehrers begründet.

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Mit Niko Kovac, einem seiner Vorgänger, der heute Trainer bei Eintracht Frankfurt ist, steht Dalic in engem Kontakt. Kovacs Expertise und das, was man so im Fernsehen sieht von Ante Rebic, haben sein internationales Comeback befeuert. Die deutlichste Sprache spricht vielleicht die Statistik: Neun Bundesliga-Spiele stehen bislang in dieser Saison für den Außenstürmer der Eintracht zu Buche. Seine Bilanz: vier Tore und eine Vorlage. Rebic hat damit jetzt schon mehr Scorerpunkte auf seinem persönlichen Bundesliga-Konto als in der kompletten abgelaufenen Spielzeit (zwei Tore, zwei Vorlagen). Beim 2:1-Sieg gegen Werder Bremen vor der Länderspielpause machte er mit einem spektakulären Schlenzer zum 1:0 auf sich aufmerksam.

Das Publikum erlebt derzeit die Auferstehung eines Aussortierten. Und die hat viel mit Niko Kovac zu tun. Der heutige Eintracht-Trainer sieht in seinem Landsmann so etwas wie einen Ziehsohn, den er einst erst in die kroatische U 21 und später auch ins A-Team holte. „Niko Kovac hat immer an mich geglaubt und tut es heute noch. Das ist sehr wichtig. Ich arbeite sehr gerne mit ihm“, schwärmt Rebic.

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<b>Ante Rebic</b>: Der Offensivspieler  schaffte mit Kroatien die Qualifikation zur WM in Rußland. In den Play-Offs gegen Griechenland wurde er in beiden Spielen in der Schlusssviertelstunde eingewechselt und hatte seinen Anteil am Erfolg.<b>Gelson Fernandes</b>: Er schaffte ebenso wie Rebic die Qualifikation für die WM 2018. In den Spielen seines Heimatlandes Schweiz gegen Nordirland stand er jeweils im kader, kam aber nicht zum Einatz.<b>Lukas Hradecky</b>: Im Testspiel Finnlands gegen Estland stand der eigentliche Stammkeeper zwar im Kader, blieb aber die 90 Minuten auf der Bank. Seine Teamkollegen zeigten ein gutes Spiel und gewannen mit 3:0.

Dabei hört sich Kovac zuweilen an wie ein Vater, der an seinem Sohn, den er eigentlich für einen guten Jungen hält, verzweifelt: „Ich weiß, dass ich ihn ab und zu piksen muss. Ich erwarte nur, dass er das zeigt, was er kann. Und dann kann er zu den Top Zehn auf seiner Position in der Bundesliga werden.“

Die Eintracht hatte den Stürmer schon in der Vorsaison vom AC Florenz ausgeliehen. Zu einer festen Verpflichtung kam es im Frühjahr dann nicht. Zu teuer, zu unstet, lautete die Gesamtbeurteilung. Wie bei seinem ersten Anlauf in Deutschland, beim damaligen Zweitligisten RB Leipzig. Und nun ist er wieder auf Leihbasis in Frankfurt. Weil man in Florenz nicht auf ihn setzt, weil sich ein mögliches Engagement in England zerschlagen hatte und weil die Eintracht vor der neuen Saison kurzfristig noch einen schnellen Außenspieler suchte.

In dieser Saison scheint Rebic sein Potenzial endlich konstanter auszuschöpfen. „Die Bundesliga basiert auf Geschwindigkeit und Stärke, sie passt zu meinen Spieleigenschaften“, sagt er. Der Kroate zahlt das in ihn gesetzte Vertrauen zurück. Und in Frankfurt scheint er sich erstmals während seiner Wanderjahre ein wenig zu Hause zu fühlen. Bei der Eintracht ist man momentan so zufrieden mit ihm, dass die Kaufoption über zwei Millionen Euro im kommenden Sommer wohl auf jeden Fall gezogen wird.

Bis dahin wird er von Kovac wohl weiter regelmäßig gepikst werden. Die Rückwärtsbewegung, das defensive Arbeiten für die Mannschaft, sind nicht so sein Ding. Das wird von seinem Trainer aber mit Nachdruck eingefordert. Und so kommt es nach den Spielen immer wieder zu kuriosen Situationen: Rebic trifft – und wird dennoch zum Teil heftig kritisiert. Nach dem Last-Minute-Sieg in Hannover – durch ein Tor von Rebic – genauso wie nach dem Triumph gegen Bremen. „Ein Tor allein reicht nicht“, pflegt Niko Kovac zu sagen. Und so pflügt Ante Rebic weiter ungebremst über den Rasen. Als ob er das ständige Piksen tatsächlich brauchen würde.

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