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Eintracht Frankfurt: Der Anfang vom Ende für Meier bei der Eintracht?

Von "Armer Alex", "Wo bleibt Meier", tönt es aus den Medien. Obwohl Frankfurt kaum noch Tore schießt, lässt Trainer Kovac seinen besten Schützen draußen. Warum?
Da ist guter Rat teuer: Wo liegt Meiers Zukunft? Foto: imago Da ist guter Rat teuer: Wo liegt Meiers Zukunft?
Frankfurt. 

Keine Mannschaft schießt in diesem Jahr so wenig Tore wie die Frankfurter Eintracht. Es waren gerademal vier in neun Spielen, darunter ein Elfmeter von Makoto Hasebe. In sechs der neun Begegnungen haben die Frankfurter überhaupt nicht getroffen.

Bild mit Symbolwert: Alex Meier ist momentan nicht erste Wahl für Trainer Niko Kovac. (Archivbild)
Eintracht Frankfurt Quo vadis, Fußballgott? Das sagen die Eintracht-Fans zum ...

Wirbel um Fußballgott Alex Meier: Für Trainer Niko Kovac ist der einstige Erfolgsgarant der Eintracht derzeit nicht erste Wahl. Was sehen das die Eintracht-Fans? Wir haben Stimmen aus dem offiziellen Adler-Forum zusammengetragen.

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Über die Gründe für die „Torschusspanik“ wurde in den letzten Wochen viel geredet, es wurde analysiert, es wurde nach Gründen gesucht, intern wie extern. Nun rückt auch die Personalpolitik in den Fokus. Denn dass ausgerechnet der beste Frankfurter Torschütze der letzten Jahre und auch dieser Saison, Alexander Meier, seit Wochen eine immer kleinere Rolle spielt, fällt vielen schwer nachzuvollziehen. Die „Bild“-Zeitung titelte: „Armer Alex!“. Die „F.A.Z.“ stellte die Frage: „Aber wo bleibt Meier?“ und lieferte die sachliche Argumentation pro Meier gleich mit. Ein „Renner“ weniger wäre im Spiel gegen den HSV „nicht weiter aufgefallen“, aber ein Spieler mit „Übersicht und Instinkt“ hätte das Spiel entscheiden können.

Bilderstrecke Alex Meier: Mit 19 Toren in die Unsterblichkeit
Wo wäre die Eintracht nur ohne Alexander Meier? Der 32-Jährige war in dieser Saison wieder einmal nicht zu bremsen. Sensationelle 19 Tore hat der von den Fans als Frankfurter Fußballgott verehrte Torjäger auf dem Konto - und ist damit über jeden Zweifel erhaben. Damit wurde er Bundesliga-Torschützenkönig. Doch wie macht Meier seine Treffer? In unserer Fotostrecke zeigen wir alle Tore des Frankfurter Superstürmers aus der laufenden Spielzeit.TOR 1: Auf Schalke brachte Meier die Adler in Front. In der 15. Spielminute traf er aus spitzem Winkel zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Das Spiel endete 2:2.TOR 2:
Gegen den FSV Mainz 05 liefen die Adler in der heimischen Commerzbank-Arena lange einem Rückstand hinterher. Die Gäste aus Rheinhessen lagen bereits Ende der ersten Halbzeit mit 2:0 vorne. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte der Frankfurter Torgarant seine Mannschaft durch den Anschlusstreffer zum 1:2 wieder zurück in die Partie. Nach einer tollen Kombination platzierte Meier das Leder im rechten Eck. Die Partie endete mit 2:2.

Der Trainer reagiert entgegen seiner sonstigen Gewohntheit ausgerechnet auf dieses Thema ziemlich sensibel. Er könne die Frage nach Meier „überhaupt nicht verstehen“, hatte Niko Kovac nach der Nullnummer gegen den Hamburger SV gesagt, „ich habe keine Notwendigkeit zum früheren Wechsel gesehen“.

Viele wunderten sich über diese Aussagen, denn Fragen nach Meier erscheinen berechtigt und sind mit Sicherheit erlaubt. Einen Stürmer zu bringen, der (fast) immer für ein Tor gut ist, das ist zumindest eine Diskussion wert.

Bilderstrecke Eintracht Frankfurt spielt 0:0 gegen den Hamburger SV
Eintracht Frankfurt hat sich am Samstagabend, 18. März, vor heimischer Kulisse in der Commerzbankarena mit einem torlosen Remis vom Hamburger SV getrennt. Unsere Bilderstrecke zeigt Szenen der Partie.<br><br> Voller Einsatz von Filip Kostic (Hamburger SV) gegen David Abraham (Eintracht Frankfurt)Marco Fabian (Eintracht Frankfurt) gegen Matthias Ostrzolek (Hamburger SV)) - 18.03.2017: Eintracht Frankfurt vs. Hamburger SV, Commerzbank Arena18.03.2017, xfux, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Hamburger SV, emspor, v.l. Branimir Hrgota (Eintracht Frankfurt), Rene Adler (Hamburger SV)

Nun wird sich Kovac etwas dabei denken, dass er seit einigen Wochen nicht mehr hundertprozentig mit Meier plant. Der Eintracht-Coach verfolgt aktuell einen anderen Spielansatz. Die Kompaktheit soll nach der Niederlagenserie wieder hergestellt werden, bevorzugt mit laufstarken Spielern in der Spitze, die ihre Gegner schon früh attackieren. Dass dabei freilich die Kaltschnäuzigkeit und Konzentration beim Abschluss auf der Strecke bleibt, ist die Gefahr dabei. So gehört Branimir Hrgota sicher zu den fleißigsten Frankfurter Profis, aber Stürmer werden eben auch daran gemessen, ob sie wenigstens einen Teil ihrer klaren und glasklaren Torgelegenheiten nutzen. Damit konnte der Ex-Gladbacher zuletzt nicht dienen.

 

Meier ist im Grunde seit dem 0:3 bei Bayer Leverkusen am 11. Februar nicht mehr erste Wahl, wurde nach und nach aufs Abstellgleis geschoben. Obwohl er damals eine der vielen großen Gelegenheiten vorbereitet hatte, jene, als Mijat Gacinovic alleine auf den Torwart gelaufen war, um dann an Bernd Leno zu scheitern.

Zwischenzeitlich hatte Trainer Niko Kovac seinen Kapitän sogar gelobt für dessen Umstellung des eigenen Spiels. „Die Kritik an Alex ist nicht korrekt, er hat sein Bestes gegeben“, hatte Kovac Meier nach dem Pokalspiel gegen Bielefeld in Schutz genommen. Meier ist in dieser Spielzeit eben nicht mehr nur der reine Strafraumstürmer.

Bilderstrecke Einzelkritik: So schlugen sich die Adler gegen den HSV
Die Eintracht beendet ihre Niederlagen-Serie in der Bundesliga und holte einen Punkt gegen den HSV. Wie sich die Adler dabei präsentierten, verrät unsere Einzelkritik.<b>Stark</b></br></br>
<b>Marco Russ:</b>
Brauchte fünf Minuten, bis sein Navigationsgerät eingeschaltet war, wie er selbst sagte. Wackelte am Anfang, warf sich dann aber ordentlich in Zweikämpfe und köpfte vor allem viele Bälle hinten raus. Das war für ein unerwartet frühes Startelf-Comeback nach so einer schweren Erkrankung aller Ehren wert.<b>Stark</b></br></br>
<b>Ante Rebic:</b>
Mit seinen Tricksereien immer für Gefahr gut – wie bei der Vorlage für Hrgota (27.). Seine eigene prächtige Kopfballgelegenheit (51.) hätte er freilich auch nutzen können.

Der Umgang mit ihm ist in Frankfurt auch ein emotionales Thema, weil der inzwischen 34 Jahre alte Kapitän von den Fans verehrt wird, sich nie etwas hat zuschulden kommen lassen und bundesweit als mustergültiger Profi gilt. Die Zahlen sprechen sowieso für ihn. Zwölf, neunzehn, acht und sechzehn Treffer hat Meier in den vergangenen vier Spielzeiten für die Eintracht erzielt. Hauptsächlich deshalb war sein Vertrag im letzten Sommer bis 2018 verlängert worden. In dieser Saison hat Meier fünfmal getroffen, eine höhere Quote durch zwei verschossene Elfmeter selbst versaut. Im Jahr 2017 hat die Eintracht genau zwei Spiele gewonnen, beide Male mit Meier über 90 Minuten. 1:0 auf Schalke, Torschütze: Meier, 2:0 gegen Darmstadt, Vorbereiter von Rebics 2:0: Meier.

Das Spiel in München hat Meier, den die Fans als „Fußballgott“ feiern, wegen einer Grippe verpasst, nachdem er im Heimspiel gegen Freiburg wegen dieser Erkrankung nur für ein paar Minuten reingekommen war. Vor dem Spiel gegen den HSV hatte Trainer Kovac darauf hingewiesen, „dass Alex nach der Grippe noch Nachholbedarf hat.“ Dass der Spieler dies anders sieht, dürfte klar sein, zumal er in der Woche vor dem Spiel ganz normal mit der Mannschaft trainiert hatte. Zuletzt war Meier nur noch eine Kurz-Teilzeitkraft. Beim 0:2 in Berlin war er trotz Rückstand 90 Minuten auf der Bank geblieben, gegen Freiburg hat er zehn Minuten gespielt, gegen Hamburg nur sechs.

Bilderstrecke Diese Eintracht-Spieler sind in der Länderspielpause im Einsatz
In der Länderspielpause sind einige Eintracht-Profis für ihre Heimstländer im Einsatz. Lukas Hradecky trifft mit Finnland in einem WM-Qualifikationsspiel in Antalya auf die Türkei und in einem Testspiel in Innsbruck auf Österreich.Branimir Hrgota bestreitet mit Schweden das Qualifikationsspiel gegen Weißrussland am 25. März in Solna und die Testpartie in Funchal gegen Portugal am 28. März.Shani Tarashaj steht für die Schweiz auf Abruf bereit. Die Schweiz trifft in der WM-Quali in Genf auf Lettland.

Äußern wollte sich der dienstälteste Eintracht-Profi zu seiner aktuell wenig befriedigenden Situation nicht. Doch wer ihn genau beobachtet, sieht, wie sehr ihn das mangelnde Vertrauen mitnimmt, wie sehr es an ihm nagt. Nach dem Abpfiff gegen den HSV war er noch kurz mit den Kollegen in die Fankurve gegangen, dann aber im Laufschritt in die Kabine, vorbei an den wartenden Journalisten, ohne Kommentar. Sonst steht er immer bereitwillig zur Verfügung.

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