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Eintracht Frankfurt: Die Eintracht hebt mit zwei Neuen im Gepäck ab Richtung USA

Die Eintracht hebt ab in Richtung USA. Mit zwei noch eher unbekannten Neuen, von denen man sich aber einiges verspricht.
Neuzugang aus Frankreich: Evan Obite N’Dicka Foto: Michael Baucher (imago sportfotodienst) Neuzugang aus Frankreich: Evan Obite N’Dicka
Frankfurt. 

Er liebe die Bundesliga, erzählte der Spanier Lucas Torro gleich in seinem ersten Interview auf deutschem Boden, die Spielweise hierzulande komme ihm sicher entgegen, „sehr körperbetont, sehr physisch, dafür habe ich ein Faible“. So, als wolle er seinen Worten im clubeigenen TV Nachdruck verleihen, trat der 23-Jährige dann gleich in seinem ersten Training für Eintracht Frankfurt auf – und zu. Nach gut einer Stunde bügelte er mit einer piekfeinen Blutgrätsche Gegenspieler Taleb Tawatha so rüde von den Beinen, dass sich Neymar wahrscheinlich heute noch am Boden kugeln würde. Um sich dann brav zu entschuldigen.

Der neue Frankfurter Vordenker: Adi Hütter bei seinem ersten Training im Zeichen des Adlers. Foto Klein
Eintracht Frankfurt. Neu-Trainer Hütter wird die Zeichen etwas mehr auf Sturm ...

Den Eintracht-Umbruch nimmt der neue Trainer Adi Hütter beim Vorbereitungsstart gelassen. Aus seiner Angriffslust aber macht er keinen Hehl, mit leichten Einschränkungen.

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In jedem Fall mischte Lucas Torro, der für 3,5 Millionen Euro von Real Madrid gekaufte Mittelfeldspieler, gleich im ersten Trainingsspiel munter mit, wirkte so, als sei er schon ein Jahr und nicht erst einen Tag in Frankfurt. „Er ist gut aufgenommen worden, hat schon die ersten Witze gemacht“, berichtete Verteidiger Timothy Chandler, der alte Haudegen, über den neuen Feger, der zuletzt für Osasuna spielte und einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat. „Aber bei uns war es schon immer einfach, in die Truppe integriert zu werden.“ Sollte es auch sein, Jahr für Jahr verändert die Mannschaft ja ihr Gesicht, ein permanentes Facelifting.

Nikolai Müller (Eintracht Frankfurt) - 04.07.2018: Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt, Commerzbank Arena
Eintracht Frankfurt Nicolai Müller: "Der Hütter-Fußball passt zu mir"

Einst wurde er in der Talentschmiede der Frankfurter Eintracht ausgemustert, beim Trainingsstart war er der einzige neue Feldspieler.

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Der andere Neue, der Franzose Evan Obite N’Dicka, war gestern noch nicht auf dem Übungsplatz anzutreffen. Der 18-Jährige, der Talentschmiede von AJ Auxerre entsprungen, kommt mit allerlei Vorschusslorbeeren nach Frankfurt. Der Innenverteidiger, bis 2023 gebunden, gilt als hoffnungsvolles Talent. Trainer Adi Hütter ist überzeugt von N’Dicka: „Er ist ein junger, interessanter Verteidiger, der für sein Alter schon eine gute Spieleröffnung hat. Ein Perspektivspieler mit Zukunft.“ Der aber in der Gegenwart schon funktionieren sollte, vielleicht nicht sofort, aber doch recht bald. Denn preisgünstig war der Juniorennationalspieler nicht.

Bilderstrecke Erstes öffentliches Training: Die Eintracht nimmt die Saisonverbereitung auf
Der neue Trainer Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) - 04.07.2018: Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt, Commerzbank ArenaNikolai Müller (Eintracht Frankfurt) - 04.07.2018: Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt, Commerzbank ArenaSpieler dehnen sich - 04.07.2018: Eintracht Frankfurt Trainingsauftakt, Commerzbank Arena

Die Eintracht wird nach Informationen dieser Zeitung eine Ablösesumme um die sechs Millionen an Auxerre entrichten, gestaffelt nach verschiedenen Leistungsparametern. Die Franzosen sollen ihrerseits an einem etwaigen Weiterverkauf partizipieren. Eine gängige Praxis. Das ist eine Menge Geld für einen 18-Jährigen. Er klettert damit in die Phalanx der Frankfurter Top-Drei-Einkäufe hinter Sebastien Haller (sieben Millionen) und gleichauf mit Jetro Willems.

Nicolai Müller.
Eintracht Frankfurt Das ist Frankfurts neuer Mittelfeldspieler Nicolai Müller

Mittelfeldspieler Nicolai Müller ist kein Unbekannter bei Eintracht Frankfurt. Denn schon als Junge kickte der 30-Jährige für die Eintracht. Über Umwege ist er jetzt an den Main zurückgekehrt. Wir stellen ihn vor.

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Die Verantwortlichen sehen das Geld gut angelegt und sind heilfroh, mit dem Hünen schnell einig geworden zu sein, weil andere Topclubs jetzt ganz andere Summen aufgerufen haben. Sportdirektor Bruno Hübner wollte die Zahlen nicht kommentieren, bestätigte aber: „Das ist ein Spieler, der eine hohe Wertigkeit hat. Für ihn sind von anderen Clubs zweistellige Millionensummen geboten worden, er hat sich aber für den Sport entschieden.“ Im Gespräch waren Manchester City und der FC Liverpool.

Frederik Rönnow.
Eintracht Frankfurt Das ist Frankfurts neuer Torhüter Frederik Rönnow

In dieser Woche beginnt die Eintracht mit der Vorbereitung auf die Saison 2018/19. Neben dem neuen Trainer Adi Hütter haben die Frankfurter bisher zwei neue Spieler verpflichtet. Einer von ihnen ist Frederik Rönnow. Wir stellen ihn vor.

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N’Dicka und Torro werden heute mit an Bord der Maschine sein, die den Eintracht-Tross ins achttägige Trainingslager nach Salt Lake City bringen wird. Um 11.10 Uhr wird der Flieger abheben und zunächst Dallas als Zwischenstation anpeilen, ehe es weiter nach Utah geht. 24 Spieler sind dabei, werden in der Stadt der Mormonen mächtig schwitzen, allein schon wegen Temperaturen von 37, 38 Grad.

Für Timothy Chandler, Frankfurter Bub mit US-amerikanischen Wurzeln, ist das Camp ein wichtiger Mosaikstein. Bereits im vergangenen Jahr habe der Trip geholfen, „uns als Mannschaft zusammenzuschweißen“. Auf diesen Effekt baut der 28-Jährige wieder, und er sieht auch den neuerlichen Umbruch gelassen: „Abgänge haben wir doch immer gehabt. Aber wir wollen uns auch in dieser Saison wieder beweisen.“ Richten müssen es nicht nur, aber auch weithin unbekannte Spieler, aber begabte Spieler wie Lucas Torro oder Evan N’Dicka. Das ist der Weg der Eintracht.

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