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Eintracht Frankfurt: Eintracht: Die Hoffnung auf den Einzug ins Finale

Nicht zum ersten Mal steht die Frankfurter Eintracht in zwei Jahren hintereinander im Halbfinale des DFB-Pokals.
xuhx, Berlin, Olympiastadion, 27.05.17, DFB-Pokal - Finale: Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund

Bild: Fankurve, Fans, Fanblock Frankfurt mit Choreo Bilder > Foto: Huebner/Hufnagel (Jan Huebner) xuhx, Berlin, Olympiastadion, 27.05.17, DFB-Pokal - Finale: Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund Bild: Fankurve, Fans, Fanblock Frankfurt mit Choreo
Frankfurt. 

Nicht zum ersten Mal steht die Frankfurter Eintracht in zwei Jahren hintereinander im Halbfinale des DFB-Pokals. Das war schon 1974 und 1975 unter Trainer Dietrich Weise so, als die Hessen in den Finals gegen den HSV und den MSV Duisburg den Cup dann sogar zweimal nach Frankfurt geholt haben. Und das war 2006 und 2007 unter Friedhelm Funkel so. 2006 unterlag die Eintracht erst im Endspiel den Bayern 0:1, ein Jahr später war im Halbfinale in Nürnberg (0:4) Schluss. Das Halbfinale am Mittwoch auf Schalke hat aber durch den bevorstehenden Abgang von Trainer Niko Kovac nach München mit all seinen unerfreulichen Nebengeräuschen eine besondere Note bekommen.

Die Eintracht versucht als Verein, mit allen Mitteln den Fokus weg von der Trainerdebatte hin auf das Spiel zu richten. Das Thema Kovac soll kein Thema mehr sein bis Mittwochabend. Dabei ist es weiter „das Thema“. Ziemlich öffentlich wird außerhalb des Clubs darüber diskutiert, ob der vorläufige Saisonhöhepunkt schon der Endpunkt für Kovacs Reise mit der Eintracht sein könnte. Nach einer Niederlage könnten die Debatten intensiver werden, selbst wenn der Frankfurter Vorstand fest entschlossen ist, mit Kovac das Saisonende zu erreichen.

Die Eintracht-Fans beim DFB-Pokalfinale 2017 gegen Borussia Dortmund. Archivfoto: Imago
Eintracht Frankfurt Kovac blendet Thema Bayern aus: Fokus auf Pokalpartie

Bekommt Niko Kovac einen großen Abgang bei Eintracht Frankfurt? Viel hängt dabei vom Pokal-Halbfinale auf Schalke ab. Der Trainer-Aufsteiger bekommt nach eigenen Aussagen gar nicht so viel vom Medienrummel mit.

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Alles andere wäre auch fatal. Denn an den Qualitäten des Trainers Kovac kann es ja keine Zweifel geben. Auch gibt es in der Mannschaft keine grundsätzlichen Probleme mit ihm, jedenfalls keine, die über das normale Maß hinaus gehen, das bei allen Vereinen und allen Trainern herrscht. Zudem hätte die Eintracht zu diesem Zeitpunkt auch überhaupt keine realistische Möglichkeit, einen neuen Trainer zu finden. Der wirklich Neue, also der Nachfolger von Kovac, wird sicher nicht jetzt schon einspringen wollen. Eine interne Lösung ist noch unwahrscheinlicher, denn zum einen steht ja Niko Kovacs erster Assistent, sein Bruder Robert, genauso im Kreuzfeuer der Kritik, weil er ebenfalls nach München geht, zum anderen wäre der zweite Assistent Armin Reutershahn schon alleine deshalb keine Alternative, weil er als absolute Vertrauensperson Kovacs gilt. Der immer wieder genannte Marco Pezzaiuoli, der als Technischer Direktor arbeitet, wäre nicht mal eine Notlösung.

Bilderstrecke Mögliche Kandidaten: Wer folgt auf Niko Kovac?
Der Weggang von Niko Kovac zum Ende der Saison hat vor allem in Frankfurt für viel Aufruhr gesorgt. Jetzt gilt es, einen neuen Trainer für die Frankfurter zu finden. Sportvorstand Fredi Bobic betont, die Eintracht sei vorbereitet. Wir haben uns mal ein wenig auf dem Trainermarkt umgesehen und wollen die möglichen Kandidaten kurz vorstellen.Einer der heißesten Kandidaten auf den Trainerposten in Frankfurt ist Markus Weinzierl. Der 43-Jährige stand bis Sommer 2017 an der Seitenlinie von Schalke 04. Seitdem ist er ohne Verein. Vor seiner Zeit bei den Knappen stand Weinzierl beim FC Augsburg unter Vertrag. Dort leistete er solide Arbeit und etablierte den Verein in der Bundesliga. Weinzierl sammelte mit beiden Clubs Erfahrungen in der Europa League – ein Ziel, dass die Eintracht auch verfolgt.Auch ihn dürfte Fredi Bobic auf seiner Liste haben: Jens Keller. Der 47-Jährige ist am Main bekannt, bisher allerdings nur als Spieler. Von 2002 bis 2005 trug er das Trikot der Adler, war Kapitän und beendete seine aktive Karriere in Frankfurt. Als Trainer war er bereits beim VfB Stuttgart, bei Schalke 04 und zuletzt bei Union Berlin beschäftigt. Seine Entlassung in Berlin im Dezember 2017 kam überraschend, denn zu dieser Zeit stand Union Berlin auf dem vierten Tabellenplatz der zweiten Bundesliga und hatte Aufstiegschancen. Fredi Bobic kennt Keller noch aus der gemeinsamen Zeit in Stuttgart.

Wenn Sportvorstand Fredi Bobic alleine schon die Frage nach Kovacs kurzfristiger Zukunft als „Respektlosigkeit“ bezeichnet, muss ihm das abgenommen werden. Bobic ist mit gutem Grund der Überzeugung, dass die Eintracht den Weg mit Kovac bis zum Ende gehen sollte, selbst wenn der kroatische Trainer bislang wenig, um nicht zu schreiben gar nichts tut, um zur Beruhigung der Lage beizutragen. Selbstkritik ist in Kovacs Auftreten nicht festzustellen gewesen. Doch an seiner sportlichen Professionalität kann bei realistischer Betrachtung und bei Ausblendung aller Emotionen nicht gezweifelt werden.

Wie wirkt sich Kovacs Entscheidung auf die Mannschaft aus?

Kovac wird die Mannschaft genauso vorbereiten wie er sie bislang in allen Spielen vorbereitet hat. Er wird akribisch arbeiten und den Spielern Pläne an die Hand geben, die zum Erfolg führen können. Fraglich ist eher, ob die Frankfurter sich noch einmal aufraffen können für eine besondere Leistung, die auf Schalke vonnöten sein wird. Hilfreich wäre dabei, wenn sich die Personallage weiter entspannt. Die Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr von Ante Rebic, der sich am 1. April in Bremen einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat, sind gering. Rebic steht entgegen anderer Meldungen noch nicht im Mannschaftstraining. Besser geht es Omar Mascarell, der seine Fußverletzung überwunden hat. Ein Mann für die Startelf ist der Spanier sicher noch nicht, für die Bank aber könnte es reichen.

Bilderstrecke Gerüchteküche: Wer verstärkt und wer verlässt die SGE?
<b>Rick van Drongelen</b>
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Laut "Hamburger Morgenpost" hat die Eintracht bei der Suche nach einem Innenverteidiger ein Auge auf Rick van Drongelen vom HSV geworfen. Die SGE soll sich auch schon bei seinem Berater über einen möglichen Wechsel erkundigt haben. Der Niederländer ist einer der wenigen Hamburger, die in der laufenden Saison ansprechende Leistungen zeigen. Van Drongelen ist erst 19 und hat noch enormes Entwicklungspotenzial. Er dürfte allerdings nicht ganz billig werden. (Stand: 21.03.2018)<b>Frederik Rönnow</b>
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Die Eintracht braucht einen Nachfolger für Lukas Hradecky. Am 12. April verkündeten die Frankfurter, dass sie den dänischen Nationaltorwart Frederik Rönnow bis 2022 unter Vertrag genommen haben. Rönnow kommt von Bröndby Kopenhagen und damit vom Verein, von dem auch Hradecky schon zur SGE wechselte. (Stand: 12.4.2018)<b>Branimir Hrgota</b>
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Der Schwede kann nicht zufrieden sein mit seiner Einsatzzeit bei der Eintracht. Sein Ziel, die WM in diesem Jahr, gerät ohne Spielpraxis in Gefahr. Laut Frankfurter Rundschau hat der IFK Göteborg sein Interesse an einer Verpflichtung Hrgotas angemeldet. In Schweden hat das Transferfenster noch geöffnet bis Anfang April. (Stand: 27.02.2018)

Kovac wird auf Schalke in allen Mannschaftsteilen umstellen. Für den zuletzt schwachen Simon Falette wird Marco Russ verteidigen, Timothy Chandler wird für einen der beiden Außenverteidiger, Danny da Costa oder Jetro Willems, ins Spiel kommen. Kevin-Prince Boateng wird im Mittelfeld spielen und nicht vorne. Und Luka Jovic, der beste Angreifer der Rückrunde, wird von Beginn an stürmen.

Gemeinsam hoffen sie bei der Eintracht, dass mit einer guten Leistung und idealerweise dem Einzug ins Finale, wieder ein bisschen Frieden einkehrt.

(pes)

 
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