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Triumph mit sieben Minuten Verspätung: Erst nach langer Nachspielzeit war der erste Saisonsieg in der Bundesliga amtlich

Von Müde gespielt oder besser müde gerannt und verteidigt warfen sich elf wackere Frankfurter sieben Minuten lang auch bei den letzten Ecken und Freistößen für Borussia Mönchengladbach dazwischen.
Geschafft: Jonathan de Guzman (rechts) und David Abraham Foto: Christian Klein (FotoKlein) Geschafft: Jonathan de Guzman (rechts) und David Abraham
Mönchengladbach. 

Müde gespielt oder besser müde gerannt und verteidigt warfen sich elf wackere Frankfurter sieben Minuten lang auch bei den letzten Ecken und Freistößen für Borussia Mönchengladbach dazwischen, köpften oder schlugen den Ball ein ums andere Mal aus der Gefahrenzone, schleppten ihn ein paar Meter weit weg vom eigenen Tor. Selbst Borussen-Keeper Yann Sommer stürmte da schon mit – es half nichts mehr. Die Eintracht hatte erfolgreich „dicht gemacht“ und den 1:0-Vorsprung aus der ersten Halbzeit verteidigt.

„Ich habe den vierten Schiedsrichter gefragt, warum wir denn nicht gleich zehn Minuten nachspielen“, erzählte Eintracht-Trainer Niko Kovac später. Eine derart lange Nachspielzeit habe er als Spieler schließlich „noch nie erlebt“.

Nach vorne war es zunächst ordentlich gelaufen bei der Eintracht. Und nach dem 1:0 wäre sogar noch mehr möglich gewesen. „Wir hätten etwas entschlossener auf das 2:0 gehen müssen“, gab sich Timothy Chandler später selbstkritisch.

Aber im Verlauf der Partie wendete sich das Blatt. Die Eintracht bekam Probleme – so bei der Verteidigung von zweiten Bällen nach Eckstößen der Gastgeber. In der zweiten Halbzeit zog sich die Mannschaft auch immer mehr zurück. Gladbach erhöhte den Druck, wurde aber bis auf einen von Torhüter Lukas Hradecky mit Bravour gemeisterten Distanzschuss von Stindl (55.) nicht wirklich gefährlich.

Die Eintracht schleppte sich sichtlich mit letzter Kraft ins Ziel. „Die Energie war in der zweiten Halbzeit irgendwie nicht mehr da“, hatte auch Hradecky beobachtet. Dafür lobte er seine Mitspieler für das, was sie vor der Pause abgeliefert hatten: „Das war das Beste, was ich an Fußball von uns in dieser Saison gesehen habe.“ Und auch in der zweiten Halbzeit hatte der Keeper Lobenswertes beobachtet: „Okay, es gab viele Ecken, aber wir haben die immer wieder gut rausgeköpft.“ Das war in der Tat bemerkenswert und rechtfertigte letztlich auch Kovacs Strategie. Das musste auch sein Mönchengladbacher Trainerkollege Dieter Hecking zugeben: „Wir haben weder die Lücke, noch die Lösung gefunden.“ Auch so kann man das Spiel treffend zusammenfassen.

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