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Eintracht Frankfurt: Kleines Geld, großes Talent: Das sind die Neuzugänge bei der Eintracht

In Deutschland unbekannt aber mit großem Talent: Die zwei Neuzugänge beim deutschen Pokalsieger passen genau ins Transfermuster.
Neuzugang aus Frankreich: Evan Obite N’Dicka Foto: Michael Baucher (imago sportfotodienst) Neuzugang aus Frankreich: Evan Obite N’Dicka
Frankfurt. 

Robustheit, Schnelligkeit, Talent, dazu lange Verträge – Attribute, auf die Eintracht Frankfurt bei ihren Zugängen zu achten scheint. Die zwei neuesten Neuzugänge, Innenverteidiger Evan Obite N’Dicka von AJ Auxerre aus Frankreich und Mittelfeldmann Lucas Torro von CA Osasuna aus Spanien, passen genau ins Transfermuster des deutschen Pokalsiegers, entwicklungsfähige, in Deutschland unbekannte Spieler für kleines Geld zu holen.

Neuzugang aus Spanien: Lucas Torro Bild-Zoom Foto: Bpa / Media Clube (imago sportfotodienst)
Neuzugang aus Spanien: Lucas Torro

N’Dicka, 1,92 Meter großer Innenverteidiger, 18 Jahre alt, wurde in Paris geboren, wechselte aber schon mit 13 Jahren auf das für seinen guten Ruf bekannte Jugendinternat nach Auxerre – auch Eintracht-Stürmer Sebastien Haller schaffte dort den Sprung zu den Profis. Schon mit 17 Jahren debütierte N’Dicka in der zweiten Liga, nach zwei Kurzeinsätzen in seinem ersten Jahr absolvierte er in der vergangenen Saison zwölf Partien.

Über 90 Minuten auf dem Rasen

Die letzten sieben Spiele stand der französische U20-Nationalspieler über 90 Minuten auf dem Rasen. „Evan ist 18 Jahre jung, aber sehr reif für sein Alter. Er ist fußballerisch gut, sehr schnell und kopfballstark“, nannte Sportvorstand Fredi Bobic die Vorzüge des jungen Mannes, von dem Trainer Adi Hütter nicht lange überzeugt werden musste. Vor allem die enorme Schnelligkeit des Kraftpakets beeindruckte den Frankfurter Coach.

„Auxerre ist bekannt für seine gute Nachwuchsarbeit, deshalb bekommen wir einen taktisch gut geschulten Spieler“, sagte Bobic. N’Dicka, der das Trikot mit der Nummer zwei tragen wird, erhält einen Fünfjahresvertrag, die Ablösesumme soll sich im niedrigen Millionenbereich bewegen.

Kerniger Hüne

Für die Startelf fest eingeplant dürfte Lucas Torro sein, der ebenfalls einen Fünfjahresvertrag unterschrieb und gestern Mittag den Laktattest absolvierte. Der 23-Jährige soll den zu Schalke 04 abgewanderten Omar Mascarell ersetzen. Spanier für Spanier also, einstiger Profi von Real Madrid für einstigen Profi von Real Madrid. Wobei sich die beiden auf der Sechserposition beheimateten Akteure in ihrem Spielstil unterscheiden. Während sich Mascarell vor allem durch sauberes Passspiel für höhere Aufgaben beim Champions-League-Teilnehmer aus Gelsenkirchen empfahl, baut Torro auf körperliche Präsenz. Der 1,90-Meter-Hüne geht kernig in die direkten Duelle, in den vergangenen beiden Spielzeiten führte er jeweils die meisten Zweikämpfe in Spaniens zweiter Liga – und gewann rund 60 Prozent davon. Jeweils zehn Gelbe Karten sprechen für sich.

Torro werden ähnliche Vorzüge wie dem Münchner Javi Martinez – wenngleich auf einem anderen Niveau – nachgesagt. Gutes Stellungsspiel, Kopfballstärke, ordentliche Technik, aber auch ein kleines Tempodefizit. Trainer Hütter sieht seine neue Nummer 16 vor allem als „Stabilisator vor der Abwehr“, will den Rechtsfuß aber nicht nur auf das reine Zerstören reduzieren. Torro sei stark am Ball, erklärte der neue Frankfurter Coach: „Die spanische Schule.“ Zudem sei er bei ruhenden Bällen mit seiner Größe „sehr, sehr interessant“. Die spanischen Medien bezeichneten den Abgang Torros zuletzt als harten Schlag für Osasuna. Der Dreh- und Angelpunkt, der Schlüsselspieler sei er beim Tabellenachten der zweiten Liga gewesen, hieß es.

Der Rechtsfuß schaffte es nie in die erste Mannschaft der Madrilenen. Der Champions-League-Sieger der vergangenen drei Jahre verlieh Torro erst für eine Saison an den Zweitligisten Real Ovideo (39 Spiele/ein Tor), in der vergangenen Spielzeit verkauften sie ihn an CA Osasuna (37/1) – und sicherten sich ähnlich wie bei Mascarell ein Rückkaufrecht, sodass Torro trotz eines Vertrages bis 2020 nun für 3,5 Millionen Euro nach Frankfurt wechseln konnte. „Ich bin glücklich über diese Chance, ein Traum wird wahr“, sagte Torro, der ebenso wie N’Dicka gestern Vormittag noch nicht am Eintracht-Training teilgenommen hat, heute aber erstmals mitmischen soll.

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