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Eintracht Frankfurt: Spieler genießen ihren Urlaub, Führungsebene arbeitet fleißig

Von Aufsichtsratschef Steubing würde die Verträge der Eintracht-Vorstände „am liebsten in einem Aufwasch“ verlängern. Der Auf- und Umbau der Mannschaft könnte schwieriger werden.
Bruno Hübner (l-r), Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, der neue Sportvorstand Fredi Bobic, Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG, und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing sind am 01.06.2016 in Frankfurt. Foto: Arne Dedert (dpa) Bruno Hübner (l-r), Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, der neue Sportvorstand Fredi Bobic, Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG, und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing sind am 01.06.2016 in Frankfurt.
Frankfurt. 

Die Spieler der Frankfurter Eintracht genießen ihren wohlverdienten Urlaub. Die Bosse aber positionieren den Fußball-Bundesligisten für die Zukunftsfragen, auf allen Ebenen. Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing sieht das große Ganze, Sportvorstand Fredi Bobic arbeitet daran, dem neuen Trainer Adi Hütter eine für drei Wettbewerbe konkurrenzfähige Mannschaft hinzustellen und sein Vorstandskollege Axel Hellmann versucht unter anderem, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum zu schaffen. Und dies alles in „großer Einmütigkeit“, wie alle drei unisono betonen.

Bei all dieser Eintracht ist es auch nicht verwunderlich, dass Aufsichtsratschef Steubing dem kompletten Vorstand die Verträge über 2019 hinaus verlängern will. „Am liebsten in einem Aufwasch“, sagt Steubing.

Optimismus bei Boateng

Es sieht nicht so aus, also sollten auf dieser Ebene irgendwelche Vertragsprobleme drohen. Da ist es beim Auf- oder Umbau der Mannschaft schon deutlich schwieriger. Nachdem mit Lukas Hradecky und Marius Wolf bereits zwei Pokalsieger den Club verlassen haben, stehen nun andere Profis im Blickpunkt. Um Omar Mascarell und Kevin-Prince Boateng ranken sich seit Wochen viele Gerüchte. Es ist das Ziel aller, dass beide Mittelfeldspieler gehalten werden sollen. Bei Boateng gibt es vorsichtigen Optimismus. „Ich glaube, dass er bleibt“, hat Steubing nach persönlichen Gesprächen mit dem Anführer der Mannschaft der „Bild“ gesagt. Das wäre eigentlich nicht so verwunderlich, denn der Vertrag von Boateng läuft offiziell noch zwei Jahre. Doch niemand weiß ja, welche Klauseln verankert sind. Siehe Marius Wolf.

3:2 in Kanada: Dritter Sieg mit Trainer Hrubesch

Die deutschen Fußball-Frauen bleiben mit Trainer Horst Hrubesch auf Erfolgskurs. Die ersatzgeschwächte DFB-Auswahl kam am Sonntag in Hamilton gegen Gastgeber Kanada zu einem verdienten 3:2 (1:0).

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„Es gibt keinerlei Anzeichen, dass Prince geht“, sagt auch Axel Hellmann in der „F.A.Z.“, der aber auf Hütter verweist. „Ich hoffe, dass es zu einem guten Austausch mit unserem neuen Trainer kommt“, sagt er, dies sei dann womöglich ausschlaggebend. Dahinter verbirgt sich, dass Boateng durchaus in der täglichen Trainingsarbeit unter Niko Kovac Privilegien genossen hat.

Während das eine oder andere Medium Omar Mascarell quasi schon verabschiedet hat, sind sie bei der Eintracht nicht ganz so pessimistisch. Real Madrid hat eine Rückkaufoption für Mascarell in Höhe von vier Millionen Euro. Der Champions-League-Sieger wolle diese Option nutzen und biete Mascarell in einer Art Versteigerung anderen Vereinen an. Unter anderem haben wohl die TSG Hoffenheim und Schalke 04 Interesse.

Interesse an Vallejo

Doch gerade Fredi Bobic werden besonders gute Kontakte zur Real-Spitze nachgesagt. Es könnte also durchaus die kuriose Situation eintreten, dass auch die Eintracht in den Poker um einen Spieler eintritt, der mit Ausnahme der Option ja noch ein weiteres Jahr gebunden ist. Im Klartext: Die Eintracht könnte sich an der angeblichen Versteigerung ja auch beteiligen und würde dabei mit einem Bonus von vier Millionen Euro arbeiten können. „Es gibt vielleicht Vertragsmodalitäten, wo man sich treffen könnte“, sagt Steubing.

Zumal die Frankfurter Interesse an einem weiteren Real-Spieler haben. Zu gerne würde man Jesús Vallejo zurückholen, der in der Saison 2016/2017 so überzeugt hat und nach seiner Rückkehr nach Madrid doch eher in der zweiten Reihe gestanden hat. Ganz ausgeschlossen ist das nicht, auch wenn Real angeblich eine zweistellige Ablöse fordert. Was der Eintracht dann doch zu viel sein könnte.

In jedem Fall ist viel Geduld gefragt. Denn die Erfahrung der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Eintracht die besten Transfers meist am Ende der Wechselperiode gelungen sind. Axel Hellman jedenfalls würde sich ganz grundsätzlich über jeden spanischen Spieler freuen. „Wenn es nach mir ginge, würde ich sagen: Holt mehr Spanier“, sagt er. Bei Spielern, die in Spanien ausgebildet werden, würde das Gesamtpaket aus Qualität, Mentalität und Willensstärke stimmen.

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