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Eintracht Frankfurt: Vor dem Gladbach-Spiel bastelt Kovac an einer neuen Taktik

Von Ist Salcedo bereit zum Debüt? Wo ist Boateng am besten aufgehoben? Auf diese und einige andere schwierige Fragen muss Eintracht-Trainer Niko Kovac gute Antworten finden, wenn es in Gladbach den ersten Sieg der Saison geben soll.
Seine Spieler wissen schon ein bisschen mehr über aktuelle taktische Fragen: Eintracht-Trainer Niko Kovac bei einer Ansprache im Mannschaftskreis. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Seine Spieler wissen schon ein bisschen mehr über aktuelle taktische Fragen: Eintracht-Trainer Niko Kovac bei einer Ansprache im Mannschaftskreis.
Frankfurt. 

Seit Donnerstag ist der Kader der Frankfurter Eintracht wieder komplett. Mit Torwart Lukas Hradecky und Verteidiger Taleb Tawatha sind die letzten beiden Profis des Fußball-Bundesligisten von Länderspielreisen zurückgekehrt. Trainer Niko Kovac bleiben also noch zwei Tage mit zwei Trainingseinheiten auf dem Platz, um die Mannschaft auf das Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach im Detail vorzubereiten. Kovac wird die Aufstellung verändern, ziemlich sicher auch die Taktik. Er muss intensive Gespräche mit jenen Spielern führen, die endlich für das erste Tor der Saison und am besten auch den ersten Sieg sorgen sollen. Und er muss genau überlegen, wen er aus dem Riesenkader zu Hause lässt. Viel Arbeit also in der unmittelbaren Vorbereitung auf das Spiel.

Die entscheidende Frage, die personelle und taktische Konsequenzen nach sich ziehen wird: Lässt Kovac mit Dreierkette beginnen oder kehrt er zur Viererkette zurück? Davon hängt unter anderem ab, ob Makoto Hasebe in der letzten Reihe verteidigen oder vor der Abwehr als ordnender Faktor eingesetzt wird. Die Gladbacher spielen ohne echten Mittelstürmer, greifen an vorderster Linie mit den spielstarken Lars Stindl und Raffael an und kommen traditionell über Außen mit geballter Wucht. Zwei offensive Außenverteidiger, wie sie die Eintracht normalerweise aufbietet, könnten da dem Gegner zu viele Räume geben.

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Schon seit Mittwoch hat der Frankfurter Coach damit begonnen, den Spielern die ausgewählte Taktik näherzubringen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde geübt, wie den Gladbacher beizukommen sein könnte. Trainerkollege Dieter Hecking soll so lange es geht im Dunklen tappen. Neben den Übungen auf dem Platz hat es auch die üblichen Besprechungen mit Fernsehbildern gegeben, die von den Video-Analysten der Eintracht zusammengestellt worden sind.

Platz für den Nachzügler?

„Es ist immer besser, Bilder zu zeigen, als nur zu reden“, sagt Kovac. Die Visualisierung gehört zu den fachlichen Überzeugungen des 45 Jahre alten kroatischen Trainers. Ein wichtiger Bestandteil der gemeinschaftlichen Sitzungen und der individuellen Gespräche ist auch Dolmetscher Stephane Gödde. Den spanisch und französisch sprechenden Spielern muss er einiges übersetzen. Die serbisch-kroatische Fraktion spricht Kovac selbst an. Und das meiste wird inzwischen in der Eintracht-Kabine auf englisch geklärt. Deutsch soll eine eher untergeordnete Rolle spielen, auch wenn alle ausländischen Profis angehalten sind, tatsächlich auch die angebotenen Deutschkurse zu nutzen.

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Der Eintracht-Coach muss auch einige personelle Fragen beantworten vor dem zweiten Neuanfang der Saison. Ist der Mexikaner Carlos Salcedo bereit für sein Bundesligadebüt? Hilft Kevin-Prince Boateng mehr in der Sturmspitze neben Sebastien Haller oder vielleicht doch im offensiven oder defensiven Mittelfeld? Und wo ist Platz für Ante Rebic, den Nachzügler unter den Neuzugängen? In den Trainingseinheiten wurden verschiedene Formationen geübt. Die genaue Aufstellung wird Kovac wohl selbst den Spielern erst am Samstag bei der Abschlussbesprechung bekanntgeben. Wichtige Entscheidungen werden aber schon am Freitag nach dem Abschlusstraining und vor der Abfahrt nach Mönchengladbach fallen.

Acht bleiben zu Hause

Der Frankfurter Trainer muss acht seiner Profis mitteilen, dass sie zu Hause bleiben und dort mit einem der Co-Trainer arbeiten müssen. „Manchmal schreibe ich das Aufgebot nur an den Flip-Chart“, hat Kovac vor kurzem erklärt, „manchmal rede ich mit den Spielern.“ Diesmal wird es wohl eher eine schriftliche Information sein, denn bei der Anzahl der „Sitzenbleiber“ käme Kovac sonst aus dem Reden gar nicht mehr heraus. Nur bei besonderen Härtefällen sind Vier-Augen-Gespräche angebracht.

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