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1. FFC Frankfurt: Trainer Niko Arnautis: „Fordern, nicht überfordern“

In der Politik wird einem neuen Amtsinhaber eine 100-Tage-Frist eingeräumt, um sich einzuarbeiten und erste Erfolge vorzuweisen. Erst danach kommt es zu einer Bewertung. Niko Arnautis ist erst seit 38 Tagen Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt. FNP-Mitarbeiter Michael Löffler bat den 37-Jährigen, der im Bundesliga-Spiel am Sonntag (11 Uhr, Stadion am Brentanobad) gegen Werder Bremen auch in seinem fünften Match als Chefcoach ungeschlagen bleiben will, dennoch um ein erstes Fazit.
Er gibt jetzt am Brentanobad die Richtung vor: Niko Arnautis, der neue Trainer des 1. FFC Frankfurt. Foto: Oliver Zimmermann (imago sportfotodienst) Er gibt jetzt am Brentanobad die Richtung vor: Niko Arnautis, der neue Trainer des 1. FFC Frankfurt.

Wie würden Sie die Entwicklung der Mannschaft bezeichnen, seitdem Sie sie übernommen haben?

NIKO ARNAUTIS: Über den Zustand der Mannschaft vor meinem Amtsantritt will ich mich nicht äußern, das liegt nicht in meinem Ermessen. Die Entwicklung seitdem sehe ich sehr positiv. Wir haben einiges im taktischen Bereich verändert, im spielerischen Bereich ist es auch von Spiel zu Spiel besser geworden. Die Mannschaft präsentiert sich als eine geschlossene Einheit, tritt entschlossen und leidenschaftlich auf. Innerhalb der Mannschaft hat sich eine natürliche Hierarchie entwickelt. Die erfahrenen Spielerinnen und der Nachwuchs verstehen sich aber super, ergänzen sich. Es gibt keine Grüppchenbildung. Die Harmonie spüre ich auf dem Platz, in der Kabine, im Bus, beim Essen. Alle ziehen gut mit, egal ob jung oder alt.

Hilft es Ihnen dabei, dass Sie viele Spielerinnen schon sehr lange kennen?

ARNAUTIS: Natürlich erleichtert es meine Aufgabe. Die meisten haben unter mir schon bei den Juniorinnen oder in der zweiten Mannschaft gespielt, waren oder sind meine Schülerinnen an der Carl-von-Weinberg-Schule.

Wie haben Sie die Fortschritte erzielt? Mit einem Gewaltakt im Training?

ARNAUTIS: Das wäre verkehrt. Ich will die Mannschaft fordern, nicht überfordern. Es darf nicht alles auf einmal neu werden. Wir müssen Kleinigkeiten verbessern. Schritt für Schritt. Mittwochs und donnerstags werden neue Sachen einstudiert, den Spielerinnen meine Fußball-Philosophie näher gebracht. Am Freitag und am Samstag wird im Hinblick auf den nächsten Gegner trainiert. Da wird das Erlernte vertieft, die taktische Ausrichtung im Hinblick auf den Widersacher in den Mittelpunkt gestellt.

Wo sind noch offene Baustellen bei Ihrer Mannschaft?

ARNAUTIS: Wir müssen taktisch variabler spielen, müssen an der Chancenauswertung und an der Kompaktheit arbeiten. Gegen Turbine Potsdam haben wir 20 Minuten lang sehr stark gespielt. Dies müssen wir über längere Zeiträume bringen.

Wie schnell geht das?

ARNAUTIS: Man muss der Mannschaft Zeit geben. So etwas geht nicht von einem Tag auf den anderen. Unser Ziel ist, dass wir das Maximum erreichen, das mit dem aktuellen Kader möglich ist. Wobei nicht die Platzierung der Maßstab ist. Wir möchten schon so viele Punkte wie möglich sammeln. Aber in erster Linie will ich, dass wir unsere Leistung immer abrufen, die Spielerinnen dabei aber auch Spaß am Fußball haben und die Zuschauer mit ihrer Art zu spielen begeistern. Ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg.

Werden Sie dabei mit dem bestehenden Kader auskommen? Oder suchen Sie Verstärkungen?

ARNAUTIS: Darüber wurde noch nicht gesprochen. Kann sein, dass das eine oder andere Eigengewächs noch hinzu kommt. Einige trainieren manchmal mit uns, werden langsam an die Aufgaben im Oberhaus herangeführt. Talente sind genügend da. Sie müssen nur weiter hart an sich arbeiten.

Wie schätzen Sie die Chancen gegen Bremen ein?

ARNAUTIS: In der Bundesliga gibt es keine leichten Spiele. Die Mannschaften sind alle durchtrainiert, konditionell auf der Höhe. Talente gab es in Deutschland schon immer genügend, doch inzwischen haben alle Bundesligisten auch genügend Routiniers, vorwiegend aus dem Ausland, die sie auf dem Platz führen. Selbstläufer gibt es in dieser Liga keine mehr. Bremen ist ein Aufsteiger, der schon überraschende Ergebnisse erzielen und auch gegen Spitzenteams mithalten konnte. Wir müssen den gleichen Einsatz wie gegen Turbine Potsdam zeigen, darüber hinaus aber noch mehr spielerische Qualitäten offenbaren. Dann bin ich überzeugt, dass wir gewinnen werden.

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