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FSV Frankfurt: Die Not wird wieder größer

Von Nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SSV Ulm befindet sich der Fußball-Regionalligist FSV Frankfurt wieder mitten drin im Abstiegskampf. Denn am Ende der Saison könnte es bekanntlich bis zu sechs Absteiger geben.
Eine schmerzhafte Bauchlandung erlebte Leon Bell Bell (rechts) mit dem FSV Frankfurt gegen den SSV Ulm. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Eine schmerzhafte Bauchlandung erlebte Leon Bell Bell (rechts) mit dem FSV Frankfurt gegen den SSV Ulm.
Frankfurt. 

Was hätte man an diesem herrlichen Samstag, als der Frühling auch im Frankfurter Osten ein Fass aufmachte, nicht alles machen können: Ein Grillfest mit Freunden, eine Radtour oder einfach nur im Garten sitzen und die Sonne genießen. Nur um den Bornheimer Hang, der Heimspielstätte des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt, hätte man einen großen Bogen machen sollen. Es sei denn, man sympathisierte mit dem SSV Ulm, der an diesem bislang schönsten Tag des Jahres dem Gastgeber eine schmerzhafte 0:3-Niederlage zufügte. Dabei war die Vorstellung der Bornheimer so bedenklich schlecht, dass die knapp 50 mitgereisten Anhänger aus Ulm unter den knapp 1300 Zuschauern das sportliche Geschehen bierselig und fast schon apathisch verfolgten.

Zu überlegen war ihre Mannschaft, zu früh war diese Begegnung nach den beiden Treffern des ehemaligen Offenbachers Thomas Rathgeber (3. Minute) und Steffen Kienle (17.) entschieden. Kienle war es dann auch, der nach knapp einer Stunde für den Endstand sorgte und im Lager des FSV, der wochenlang mit einem beeindruckenden Zwischenspurt für Furore gesorgt hatte, für nachdenkliche Gesichter sorgte.

„Es gab schon schönere Tage als heute“, sagte FSV-Präsident Michael Görner nach der zweiten Niederlage in Folge. „Das ist zwar kein Grund, um Trübsal zu blasen. Aber wir sind noch lange nicht durch und werden wohl bis zum Ende um den Klassenerhalt kämpfen“, warnte Görner vor dem trügerischen Tabellenbild. Zwar liegen die Bornheimer mit ihren 39 Punkten auf dem elften Rang. Allerdings trennen sie lediglich fünf Zähler von jenem Rang, der am Ende dieser Spielzeit bei sechs möglichen Absteigern den Gang in die fünftklassige Hessenliga zur Folge hätte.

Ein Szenario, das natürlich auch Alex Conrad, der Cheftrainer des früheren Zweitligisten, vor Augen hat. „Ich habe immer wieder gesagt, dass man Ende dieser Saison vielleicht 44 oder 45 Punkte braucht, um nicht abzusteigen“, erklärte Conrad nach der ungewohnt schwachen Vorstellung seiner Mannschaft, die ihn allerdings nicht sonderlich aus der Ruhe brachte. „Die Mannschaft hat sich nicht hängen lassen, aber sie fast immer die falsche Entscheidung getroffen. Das hat uns das ganze Spiel begleitet“, so Conrad, der gegen Ulm mit den verletzten Denis Mangafic, Andreas Pollasch und Torjäger Vito Plut gleich drei Leistungsträger ersetzen musste. Bei Pollasch und Plut ist Conrad zuversichtlich, dass sie am kommenden Samstag beim Gastspiel in Kassel wieder einsatzfähig sein werden. Ob Conrad auch in der kommenden Saison noch Trainer des Drittligaabsteigers sein wird, entscheidet sich möglicherweise schon in der nächsten Woche. „Nach einem losen Vorgespräch haben wir uns verständigt, dass wir uns noch einmal zusammensetzen“, so Conrad nach einem Treffen mit Görner, der den 51 Jahre alten Fußball-Lehrer nur all zu gerne weiter an den Verein binden würde. „Mit Geld werden sie mich allerdings nicht zuschütten, so viel steht schon mal fest“, weiß Conrad, dass sich die schwierigen finanziellen Bedingungen beim FSV nicht ändern werden.

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