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Zulassung für Regionalliga erhalten: Die Zuversicht beim FSV wächst

Von Im Juni 2017 steckt der FSV Frankfurt nach Jahren der Misswirtschaft und zwei Abstiegen hintereinander mitten drin im Überlebenskampf. So langsam aber macht sich bei Präsident Michael Görner die Zuversicht breit, diesen so schweren Kampf zu gewinnen.
FSV-Präsident Michael Görner. Foto: Andreas Arnold/Archiv FSV-Präsident Michael Görner. Foto: Andreas Arnold/Archiv
Frankfurt. 

Natürlich wurden an diesem Abend auch noch einmal die Bilder aus jenen Tagen gezeigt, als es dem FSV Frankfurt noch so richtig gut ging. Zum Beispiel im Frühsommer 2008, als den Bornheimern der wundersame Durchmarsch aus der Oberliga Hessen in die Zweite Fußball-Bundesliga gelungen war, wo man sich acht Jahre lang beharrlich behauptete.

Im Juni 2017 steckt der FSV Frankfurt nach Jahren der Misswirtschaft und zwei Abstiegen hintereinander mitten drin im Überlebenskampf. So langsam aber macht sich bei Präsident Michael Görner die Zuversicht breit, diesen so schweren Kampf zu gewinnen. „Die Dinge bewegen sich“, sagte Görner während eines Charity-Dinners, ehe er sich sichtlich gerührt über einen warmen Geldregen für die leere Vereinskasse freuen konnte. Mit einer symbolischen Scheckübergabe dokumentierte die Frankfurter Eintracht an diesem Abend, dass sie es mit der Hilfe für den notleidenden Nachbarn, der gestern ganz offiziell die Zulassung für die Regionalliga erhielt, ernst meint. Das für den 6. August vereinbarte Benefizspiel zwischen den beiden Clubs beschert dem FSV Frankfurt, der am 11. April Insolvenz anmelden musste, immerhin eine „Antrittsgage“ von 150 000 Euro.

„Wir wollen dem FSV beim Restart helfen“, sagte Axel Hellmann, der Marketing-Vorstand der Frankfurter Eintracht, „es gibt keine andere Stadt, wo Clubs ein solches Verhältnis haben wie die Eintracht und der FSV.“ Und Eintracht-Präsident Peter Fischer, der mit Görner schon seit Jahren eng befreundet ist, erinnerte: „Auch wir haben schwere Zeiten erlebt. Umso wichtiger sind die Solidarität und das Zusammenrücken. Unser Respekt gilt denjenigen, die jetzt beim FSV die Ärmel hochkrempeln.“ Neben Görner und seinem Vizepräsident Stephan Siegler sind dies vor allem die wenigen Mitarbeiter, die noch auf der Geschäftsstelle des FSV verblieben sind und rund um die Uhr für die in Schieflage geratene GmbH und den Verein arbeiten.

Eine weitere Hürde auf dem Weg zur finanziellen Gesundung des mit knapp drei Millionen Euro verschuldeten Clubs gilt es am 27. Juni zu nehmen. Dann steht die Gläubigerversammlung an, mit der sich der Insolvenzverwalter Fabio Algari einigen muss, um die GmbH am Leben zu erhalten. Ende Juni soll dann auch auf einer Aufsichtsratssitzung der Sportpark Stadion GmbH die Entscheidung darüber fallen, ob der FSV weiterhin Betreiber des Stadions am Bornheimer Hang bleibt. „Die Signale sind positiv“, sagte Algari am Rande des Charity-Dinners zum Stand der Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt über dieses für die Bornheimer so wichtige Thema.

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