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FSV Frankfurt: Ein neuer Kader für wenig Geld

Von Beim FSV kommen die personellen Planungen nur langsam voran. Das ist aufgrund des eingeschränkten finanziellen Spielraums im Insolvenzverfahren auch nicht verwunderlich.
Sie wollen den FSV wiederbeleben: Trainer Alexander Conrad (rechts) und Präsident Michael Görner. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Sie wollen den FSV wiederbeleben: Trainer Alexander Conrad (rechts) und Präsident Michael Görner.
Frankfurt. 

Gestern Mittag führte Alexander Conrad ein Gespräch mit einem seiner Wunschkandidaten. Und es verlief zur Zufriedenheit des neuen Trainers von Fußball-Regionalligist FSV Frankfurt. „Wir sind uns einig“, hat Conrad den vierten Neuzugang in petto. Einige Formalien müssten noch geklärt werden, dann gehört der Spieler, dessen Namen der Coach nicht verriet, zum Kader des Traditionsvereins, der nach dem Abstieg aus der Dritten Liga und des Insolvenzverfahrens für die Fußball GmbH einen weiteren Abstieg unbedingt verhindern will.

Doch dazu muss das Aufgebot, das laut Conrad am Ende 22 Akteure umfassen soll, nicht nur quantitativ aufgefrischt werden. Das ist wegen finanzieller Zwänge eine diffizile Aufgabe für den 50-Jährigen, aber keine unbekannte. „Vor drei Jahren“, sagt Alexander Conrad, als er Assistenztrainer bei Kickers Offenbach war, sei die Situation ähnlich gewesen.

Der OFC hatte im Jahr davor vom DFB die Lizenz für die Dritte Liga entzogen bekommen, musste in der Regionalliga einen Neuanfang starten und hatte ein Insolvenzverfahren im Kreuz. „Damals war Rico Schmitt als Trainer federführend, er hat die finalen Entscheidungen bei Spielerverpflichtungen getroffen“, erinnert sich Conrad.

Nun obliegt dem Trainer Conrad beim FSV diese Aufgabe. Bestehende Netzwerke werden entsprechend dabei abgeklappert. Ohne das Einverständnis von Fabio Algari sind Verpflichtungen allerdings nicht möglich. „Unser Insolvenzverwalter muss grünes Licht geben und die Verträge unterschreiben.“

Bislang hat der Rechtsanwalt viermal die Personalwünsche von Conrad abgesegnet. So kommt Andreas Pollasch vom Nord-Regionalligisten VfB Oldenburg zum FSV. Der 24-jährige defensive Mittelfeldspieler absolvierte 82 Regionalliga-Spiele (u.a. auch für den KSV Baunatal) und stammt aus dem Nachwuchs des Bundesliga-Spitzenvereins Borussia Dortmund.

Christoph Becker (22) spielte zuletzt für den Südwest-Absteiger 1. FC Kaiserslautern U23. Auch in Mannheim beim SV Waldhof sammelte der Außenverteidiger schon Regionalliga-Erfahrung.

Cem Kara verpasste indes unlängst mit Hessenligist Rot-Weiss Frankfurt den Aufstieg in die Südwest-Staffel. Der Mittelfeldakteur ist torgefährlich, traf der 22-Jährige doch für die „Roten“ 33 Mal in 67 Partien.

Zudem verlängerte Mateo Andacic seinen Vertrag – der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler ist schon seit 2011 ein Schwarz-Blauer und war davor bei den Kickers aktiv.

Zum Trainingsauftakt am kommenden Dienstag um 15 Uhr am Bornheimer Hang erwartet Trainer Conrad freilich mehr Spieler als nur die Neuzugänge. „15 Gastspieler werden am ersten Tag aber sicher nicht dabei sein, das macht auch keinen Sinn“, betont Conrad. Etwa acht Geladene seien realistisch, wobei man zu diesem frühen Zeitpunkt mit kurzfristigen Absagen rechnen muss.

Wer ihm künftig auf dem Rasen als Co-Trainer assistiert, steht noch nicht fest. „Wenn ich ihn kennen sollte, wäre es von Vorteil. Der Fokus liegt jetzt aber darauf, Spieler zu bekommen.“

Ihr erstes Testspiel absolvieren die Bornheimer laut Conrad am 27. oder 28. Juni. Der Kontrahent sei „ein Verbandsligist aus der Gegend“, sagt er. Details müssten noch geklärt werden, deshalb stünden Austragungsstätte und Zeit noch nicht fest.

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