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FSV Frankfurt: Mission erfüllt: Großer Jubel am Bornheimer Hang nach dem Klassenerhalt

Von Einen Spieltag vor dem Saisonende hat der FSV Frankfurt die letzten Zweifel beseitigt und den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga Südwest geschafft. Das 2:2 zu Hause gegen die U 23 des SC Freiburg bescherte den Bornheimern ein weiteres Jahr in der Viertklassigkeit.
Nicht mehr zu halten: Javar Torre Howell (links) hat gerade das 2:2 für den FSV Frankfurt erzielt, der jubelnde Maziar Namavizadeh freut sich mit ihm. Foto: Scheiber/Turban (imago sportfotodienst) Nicht mehr zu halten: Javar Torre Howell (links) hat gerade das 2:2 für den FSV Frankfurt erzielt, der jubelnde Maziar Namavizadeh freut sich mit ihm.
Frankfurt. 

Norbert Lorz hat am Bornheimer Hang eine Menge erlebt. Lorz, der seit fast zwölf Jahren die Torhüter des FSV Frankfurt trainiert, machte zum Beispiel die wundersame Reise der Bornheimer aus der Fußball-Oberliga Hessen bis hinauf ins Bundesliga-Unterhaus mit. Der mittlerweile 51 Jahre alte Lorz musste mit dem FSV innerhalb von nur zwölf Monaten aber auch zwei bittere Abstiege verkraften, als die Hessen im freien Fall aus der Zweiten Liga in die Regionalliga abstürzten.

Am Samstag hatten Lorz, seine Mitstreiter im Trainerteam, Spieler und Fans des FSV Frankfurt endlich mal wieder Grund zum Feiern. Durch das 2:2 zu Hause gegen den Bundesliga-Nachwuchs des SC Freiburg beseitigten die Frankfurter am vorletzten Spieltag die letzten Zweifel und sicherten so den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest. Der Vorsprung des FSV auf den ersten möglichen Abstiegsplatz (Rang 15) beträgt nach dem Unentschieden gegen den Tabellendritten aus dem Breisgau und dem gleichzeitigen Heimsieg von TuS Koblenz über den KSV Hessen Kassel uneinholbare fünf Punkte.

Nicht mehr zu halten: Javar Torre Howell (links) hat gerade das 2:2 für den FSV Frankfurt erzielt, der jubelnde Maziar Namavizadeh freut sich mit ihm.
Kommentar FSV Frankfurt: Der Kampf geht weiter

Im Frühsommer des vergangenen Jahres waren über dem Bornheimer Hang dunkle Wolken aufgezogen, die Zukunft des FSV Frankfurt sah düster aus.

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„Für uns ist das heute ein toller Tag, ich bin noch völlig durch den Wind. Aber es war so ein schwieriges Jahr“, atmete Michael Görner nach dem Schlusspfiff erst einmal tief durch. „Es war keine Selbstverständlichkeit, dass wir die Klasse halten“, sagte der FSV-Präsident, nachdem Cheftrainer Alexander Conrad und seine Spieler endlich ihre Mission erfüllt hatten.

Kein Selbstläufer

Nach einem schwachen Start in diese so schwierige Saison hatten sich die Bornheimer durch einen imponierenden Siegeszug nach der Winterpause schon fast am Ziel gewähnt, ehe eine Niederlagenserie sie wieder gefährlich nahe an den Rand der Abstiegszone führte. „Am Ende hat uns irgendwie die Leichtigkeit gefehlt. Aber ich wusste, dass noch eine Phase kommt, wo wir abbauen werden“, sagte Conrad, der im Frühsommer des vergangenen Jahres am Bornheimer Hang die schwierige Aufgabe übernommen hatte, innerhalb von kürzester Zeit und mit geringen Mitteln eine komplett neue Mannschaft zusammenzustellen. „Wir mussten uns erst einmal finden. Aber in der Rückrunde hat man gesehen, dass wir Fußball spielen können und ein Team geworden sind“, erklärte Ahmed Azaouagh. Der offensive Mittelfeldspieler krönte seine gute Leistung gegen die spielstarken Freiburger, die vor dem Anpfiff noch theoretische Chancen auf Platz zwei besaßen, mit dem Treffer zum 1:1 (31. Minute). Felix Roth hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht (4.), später traf noch Christoph Daferner für die Freiburger (70.), ehe der eingewechselte Javan Torre Howell mit einem Kopfball kurz vor dem Ende noch den vielumjubelten Ausgleich für die Bornheimer erzielte und so Norbert Lorz einen ausgelassenen Abend bescherte. „Es ist schön, sich mit einem Nichtabstieg zu verabschieden“, erklärte Lorz, der aus zeitlichen Gründen dem FSV nicht mehr als Torwarttrainer zur Verfügung stehen wird.

Ganz im Gegensatz zu Alexander Conrad, Torjäger Vito Plut, Abwehrchef Alban Sabah und dem Defensivspieler Jesse Sierck, die ihre auslaufenden Verträge bereits verlängert haben. Mit weiteren Leistungsträgern wie Azaouagh oder Robert Schick befindet man sich, so Görner, in aussichtsreichen Verhandlungen. Ein Verbleib von Nestor Djengoue hingegen scheint fraglich zu sein, dem Innenverteidiger liegen ganz offensichtlich lukrativere Angebote vor.

750 000 Euro Personaletat

Die Rahmenbedingungen am Bornheimer Hang hingegen werden sich nicht ändern. Der Gesamtetat beläuft sich wie in dieser Saison auch in der kommenden Spielzeit auf 1,5 Millionen Euro, 750 000 Euro davon entfallen auf die Mannschaft und das Trainerteam.

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