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FSV Frankfurt: Wiedersehen im Klassenkampf

Von Der vom Abstieg bedrohte Fußball-Drittligist FSV Frankfurt gastiert heute Abend (Anpfiff: 19 Uhr) bei Preußen Münster. Und trifft dabei auf seinen langjährigen Trainer Benno Möhlmann, der keine Gastgeschenke verteilen möchte.
Er gibt jetzt bei Preußen Münster die Richtung vor: der langjährige FSV-Trainer Benno Möhlmann. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Er gibt jetzt bei Preußen Münster die Richtung vor: der langjährige FSV-Trainer Benno Möhlmann.
Frankfurt/Münster. 

Wenn sein Name fällt, geraten die meisten Anhänger des FSV Frankfurt auch jetzt noch ins Schwärmen. Schließlich können sie mit Benno Möhlmann einen gedanklichen Ausflug zurück in eine Zeit unternehmen, in der es dem Club vom Bornheimer Hang so richtig gut ging.

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Er war mittendrin im Profifußball, wie ein gallisches Dorf behauptete sich der FSV mit seinen bescheidenen Mitteln in der Zweiten Bundesliga. „Es war wirklich eine schöne Zeit“, erinnert sich der mittlerweile 62 Jahre alte Fußball-Lehrer an sein Wirken bei dem Frankfurter Stadtteilclub, das am 21. Dezember 2011 begann. Uwe Stöver, der damalige Sportgeschäftsführer der Bornheimer, lotste Möhlmann damals zum vom Abstieg bedrohten FSV, wo Hans-Jürgen Boysen gerade den Laufpass erhalten hatte.

Möhlmann und Stöver, die immer noch gut befreundet sind, leiteten dann die wohl erfolgreichste Zeit des FSV im Bundesliga-Unterhaus ein. Die Saison 2012/2013 beendeten die Bornheimer auf einem sensationellen vierten Platz, phasenweise träumten die FSV-Fans damals sogar von der Relegation zur Bundesliga, ehe eine deftige Niederlage am 31. Spieltag in Kaiserslautern die ohnehin nur sehr geringen Aufstiegsambitionen der Frankfurter beendete.

Knapp zwei Jahre später mussten Möhlmann und Stöver dann am Bornheimer Hang gehen. Vor dem letzten Spieltag – der FSV lag auf dem Relegationsrang 16 – feuerte das FSV-Präsidium in einer Nacht-und Nebelaktion die beiden. Eine Entscheidung, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass die Hessen weitere 24 Monate später vor dem Sturz in die Regionalliga stehen. Denn in der Folgezeit unterliefen der sportlichen Leitung des FSV zu viele Fehler.

Die wurden ganz offensichtlich auch beim Drittligisten Preußen Münster gemacht, der im Oktober des vergangenen Jahres in höchsten Abstiegsnöten seinen Cheftrainer Horst Steffen entließ und durch Möhlmann ersetzte. Der war seit seiner Freistellung beim Zweitligisten 1860 München am 19. April ohne Engagement und zögerte nicht lange, das Angebot der Westfalen anzunehmen. Denn die Preußen sind für den Mitbegründer und Ehrenpräsidenten der Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV) eine Herzensangelegenheit. „Es hat natürlich auch den Ausschlag gegeben, dass ich eine Bindung zu dem Verein habe“, erzählt der frühere Bundesligaspieler des HSV und von Werder Bremen, der Anfang der 70er Jahre aus dem oldenburgischen Lohne nach Münster kam, bei den Preußen in der Zweiten Liga seinen ersten Profivertrag erhielt und in Münster auch seine spätere Frau kennenlernte.

Mittlerweile ist Möhlmann mehrfacher Großvater, mit weit mehr als 400 Spielen Rekordtrainer in der Zweiten Liga, die er natürlich noch nicht aus den Augen verloren hat. „Wenn wir die Klasse halten, kann man mit Preußen Münster vielleicht auch wieder mal nach oben schauen“, sagt Möhlmann. Wohl wissend, wie schwierig das Unternehmen Klassenerhalt in den noch verbleibenden zwölf Spielen noch wird. „Ich habe den FSV Frankfurt natürlich nie aus den Augen verloren. Aber heute Abend müssen wir einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf schlagen“, will Möhlmann deshalb keine Gastgeschenke verteilen.

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