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Erfolgreiches BVB-Heimdebüt von Stöger: 2:1 gegen Hoffenheim

Bei Peter Stögers Heimpremiere in Dortmund sieht es lange Zeit gar nicht gut aus für den neuen Trainer des BVB. Die Schwarz-Gelben liegen gegen Hoffenheim lange Zeit 0:1 zurück. Erst spät macht das Stöger-Team daraus ein 2:1.
Dortmunds Siegtorschütze Christian Pulisic (l) dreht jubelnd ab. Foto: Guido Kirchner Dortmunds Siegtorschütze Christian Pulisic (l) dreht jubelnd ab.
Dortmund. 

Zweites Spiel, zweiter Sieg - bei Borussia Dortmund geht es unter der Regie von Peter Stöger wieder aufwärts. Vier Tage nach dem erfolgreichen Debüt des neuen BVB-Trainers beim Spiel in Mainz (0:2) setzte sich der Revierclub mit 2:1 (0:1) gegen 1899 Hoffenheim durch.

Vor 81.000 Zuschauern im Signal Iduna sorgten Pierre-Emerick Aubameyang (63/Foulelfmeter) und Christian Pulisic (90.) für einen erfolgreichen Hinrundenabschluss und eine gelungene Generalprobe für den Pokal-Hit am Mittwoch beim FC Bayern.

„Wir haben etwas Glück gehabt, dass kein zweites Tor für Hoffenheim gefallen ist”, räumte Stöger im TV-Sender Sky ein. „Die Negativserie (der vergangenen Monate) kann nicht spurlos an den Spielern vorbeigegangen sein.” Sein Team beweise jedoch den Willen, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. „Im Frühjahr wird dies eine richtige gute Mannschaft sein”, prophezeite Stöger.

Dagegen musste Gäste-Coach Julian Nagelsmann, der laut Medienberichten im Sommer als Stöger-Nachfolger zum BVB wechseln soll, trotz der zwischenzeitlichen Führung durch Mark-Alexander Uth (21.) einen Rückschlag hinnehmen. „Ich glaube nicht, dass dies eine verdiente Niederlage war”, beklagte Nagelsmann. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht.” Hoffenheim sei wie in den letzten Spielen nicht das schlechtere Team gewesen. „Trotzdem verlieren wir, das ist ärgerlich.”

Stöger hatte derselben Startelf vertraut, die am vergangenen Dienstag in Mainz für den ersten BVB-Sieg seit dem 23. September gesorgt hatte. Diese Maßnahme schien sich bezahlt zu machen. Denn die Borussia erwischte einen besseren Start. Bereits in den ersten zehn Minuten ergaben sich zwei gute Möglichkeiten. So schoss Andrej Jarmolenko (5.) nach einem kapitalen Fehlpass des Hoffenheimers Florian Grillitsch knapp am Tor vorbei. Vier Minuten später parierte 1899-Keeper Oliver Baumann einen Schuss von Christian Pulisic aus 14 Metern.

Doch die Gäste überstanden die Startoffensive des BVB schadlos. Das ermutigte sie zu eigenen Angriffen. Gleich die erste Unaufmerksamkeit in der Dortmunder Abwehr wurde eiskalt genutzt. Im Rücken der zu weit aufgerückten Marcel Schmelzer und Ömer Toprak stahl sich Pavel Kaderabek davon und passte zu Uth. Der Angreifer hatte wenig Mühe den Ball aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung seiner Mannschaft über die Linie zu drücken.

Dieser Rückstand machte der Borussia mächtig zu schaffen. Von der Spielfreude der ersten Minuten war bis zur Pause noch wenig zu sehen. Nur bei einem Kopfball von Abwehrspieler Sokratis (33.) war in Ansätzen Torgefahr erkennbar. Es passte ins Bild des Unvermögens, dass Jarmolenko (43.) bei einem sehenswerten BVB-Konter den Ball in aussichtsreicher Position leichtfertig vertändelte.

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff entging der BVB nur knapp dem 0:2, als Bürki einen verunglückten Volley-Schuss von Nadiem Amiri parierte. Dagegen brachte die verunsicherte Stöger-Elf in der Ofensive in den nächsten Minuten zur wenig zustande. „Wir sind maßlos enttäuscht”, sagte Amiri. „Wir waren mal wieder nahe dran, aber dann haben wir doch noch verloren.”

Bezeichnenderweise brach erst ein Elfmeter den Bann. Nach Foul von Stefan Posch an Shinji Kagawa entschied Schiedsrichter Harm Osmers auf Strafstoß, den Aubameyang sicher verwandelte.

Dieser Ausgleich schien den BVB aber nicht zu beflügeln. In der über weite Strecken ereignisarmen Schlussphase waren die Hoffenheimer einem Treffer näher als die Dortmunder. Dennoch gelang dem BVB kurz vor dem Abpfiff noch der Siegtreffer.

(Von Heinz Büse, dpa)
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