Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Neu-Isenburg 8°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Löwen Frankfurt: Alles auf die erste Klasse ausgerichtet

Von Spannender hätte der Neuanfang in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys kaum sein können: Die Frankfurter Meister empfangen am Freitag ihren Finalgegner aus der vorigen Saison. Ein Ziel haben beide gemeinsam.
Im April stemmte Kapitän Patrick Jarrett den Meisterpokal – ein Bild, das Löwen-Fans auch am Ende dieser Saison gerne sehen würden. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Im April stemmte Kapitän Patrick Jarrett den Meisterpokal – ein Bild, das Löwen-Fans auch am Ende dieser Saison gerne sehen würden.
Frankfurt. 

Der Meister gegen den Finalisten: Ein Highlight, das wohl über 7 000 auf Eishockey hungrige Löwen-Fans besuchen würden. Doch daraus wird nichts: 6032 ist das Maximum, das die Stadt Frankfurt derzeit in der Eissporthalle genehmigt – auch am Freitag, wenn die Löwen um 19.30 Uhr die Bietigheim Steelers zum Neustart in der DEL 2 empfangen. Dies hänge mit baulichen Maßnahmen zusammen, die wegen der nicht ausreichenden Fluchtwege seitens der Stadt vorgesehen sind. „Es wurde eine Flucht über die Treppe simuliert, die Ergebnisse der Studie stehen noch aus. Sportdezernent Markus Frank hat eine schnelle Lösung versprochen“, erklärt Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer.

Bad Nauheim will nicht zittern, Kassel weckt Hoffnungen

In der Wetterau sollen es diesmal wieder die Play-offs sein. Auf den Nervenkitzel der Play-down-Runde gegen den Abstieg wie in der vergangenen Saison der DEL 2 wollen die

clearing

Offiziell heißt es, die Fluchtwege werden im Verlauf der Hauptrunde erweitert, so dass dann wieder die ursprüngliche Kapazität erreicht wird. „Bei den attraktiven Spielen, bei denen wir nach der Erfahrung aus der Vergangenheit von einer ausverkauften Halle ausgehen können, vor allem gegen Kassel und Bad Nauheim, beträgt unser Verlust 12 000 Euro“, erläutert Krämer.

Ein Ziel haben Frankfurter und Bietigheimer gemeinsam: Beide Gegner vom Freitag wollen schnellstmöglichst in die erste Klasse des deutschen Eishockeys aufsteigen. Ob dies aber jemals Wirklichkeit wird, steht in den Sternen. In die zähen Verhandlungen bezüglich des Auf- und Abstiegs zwischen der DEL und DEL 2 kam in den letzten Tagen immerhin ein wenig Bewegung. Zumindest wurde nach endlosen Protesten seitens der DEL endlich das dreiköpfige Gremium des deutschen Sportschiedsgerichts zusammengestellt. Da die DEL 2 gegen die Nichtanerkennung der Bürgschaften, die die Hauptbedingung zur Einführung des Auf- und Abstiegs in der übernächsten Saison war, Einspruch eingelegt hatte, hat die DEL nun Zeit zur Klage-Erwiderung. Danach folgt die Antwort der DEL 2, schließlich eine nochmalige schriftliche Stellungnahme der DEL. Dann könnte es theoretisch ein Urteil geben. Wahrscheinlicher ist eine mündliche Verhandlung, die gegen Ende des Jahres einberufen werden könnte.

DEL 2: Solide Arbeit statt Pleiteliga

Die Zeiten, als die zweite Eishockey-Bundesliga Pleiteliga genannt wurde, sind anscheinend passé. „Die Vereine an den einzelnen Standorten leisten sehr solide Arbeit“, bestätigt DEL 2-Geschäftsführer René Rudorisch.

clearing

Die Aussagen, die DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke gestern im Fachmagazin „Eishockey News“ machte, verdeutlichen den Unwillen im Oberhaus, die von Spielern, DEL 2-Vereinen und -Gremien und vor allem von allen Eishockey-Fans geforderte und vor zwei Jahren beschlossene Verzahnung zu vollziehen. Es gäbe nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile, so Tripcke. Die Vereine würden ein Wettrüsten veranstalten, um auf- oder nicht abzusteigen. Er befürchte, dass dies zu Insolvenzen führen würde.

DEL 2-Geschäftsführer René Rudorisch versicherte indes bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz, die traditionell beim Meister durchgeführt wird, diesmal also in Frankfurt, dass die Bewerbungen der DEL 2-Vereine einwandfrei seien. Und dass der beschlossene Auf- und Abstieg zwar kein Heilsbringer, aber eine Normalität im Sport ist. „Die Meister verdienen es, sich mit stärkeren Gegner im Oberhaus messen zu dürfen. Wie soll man den Fans und Sponsoren das Gegenteil erklären?“

In Frankfurt macht man keinen Hehl daraus, dass alles auf die DEL-Zugehörigkeit ausgerichtet ist. „Die Löwen sind ohne Wenn und Aber für den Auf- und Abstieg. Wir werden uns auch als Nachrücker wieder bewerben“, betont Stefan Krämer, der vor dem Match gegen Bietigheim den Meisterpokal an die DEL 2 zurückgeben muss. „Ich kann den Pokal nicht oft genug sehen. Bei Gesprächen mit Sponsoren war er der Aha-Effekt, der uns die Verhandlungen erleichterte.“ Außerdem wird vorm Spiel das Meister-Banner unter der Hallendecke gespannt. Und dann geht’s endlich wieder los – zwischen zwei Teams, die voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können. Und die beide auch am Ende dieser Saison wieder im Finale stehen wollen.

 

Zur Startseite Mehr aus Löwen Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse