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Viertelfinale: Basketball Skyliners zeigen eine neue Qualität

Dank eines 87:72-Erfolg über Ulm haben die Frankfurt Skyliners das Viertelfinale im deutschen Basketball-Pokal erreicht.
Artistik unter dem Hallendach: der Frankfurter Brady Heslip (links) im Duell mit dem Ulmer Javonte Green. Foto: Jan Huebner/Blatterspiel (Jan Huebner) Artistik unter dem Hallendach: der Frankfurter Brady Heslip (links) im Duell mit dem Ulmer Javonte Green.
Frankfurt. 

Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach. Wenn die Skyliners noch drei Spiele gewinnen, haben sie ihr erstes Saisonziel erreicht: den Pokalsieg. „Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg“, sagte Jonas Wohlfarth-Bottermann nach dem hart erkämpften 78:74 (34:42)-Erfolg im Achtelfinale gegen Ulm vor 3560 Zuschauern in der heimischen Ballsporthalle. Der Einzug ins Viertelfinale am 22. oder 23. Dezember hat den Skyliners 50 000 Euro in die Kasse gespült. Gegen wen die Hessen spielen müssen, wird am 12. Oktober ausgelost. Der Pokalsieger kann am Ende bis zu 750 000 Euro einstreichen.

Können mit starken Mannschaften mithalten

Nach der Liga-Niederlage gegen die heimstarken Ludwigsburger und zwei Erfolgen gegen die Topteams Turin im Eurocup und nun gegen Ulm im Pokal zeigt sich bei den Skyliners ein deutlicher Unterschied zum Vorjahr. Sie sind schon früh in der Saison in der Lage, gegen starke Mannschaften mitzuhalten und auch enge Spiele für sich zu entscheiden. Ein Zeichen der neuen Qualität, die der tiefere Kader mit sich bringt. „Wir haben mentale Stärke gezeigt und haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“, sagte Cheftrainer Gordon Herbert, der mit der Art und Weise des Spiels seiner Mannschaft über weite Strecken allerdings nicht einverstanden war. Er bemängelte zu viele zugelassene Offensivrebounds (17) und keinen offensiven Flow.

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Er ist einer der Top-Spieler der Fraport Skyliners und erst 18 Jahre jung. Er war der bisher jüngste Basketballer, der für die Nationalmannschaft auf dem Feld stand. Wir haben im April mit Isaac Bonga gesprochen.

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Die Wende wechselte Herbert 14 Minuten vor Schluss ein. Für den schwachen Spielmacher Jason Clarke, brachte der Trainer Trae Bell-Haynes aufs Parkett – und der Rookie läutete nur eine Sekunde nach seiner Einwechslung mit einem Korbleger zum 43:49 die Aufholjagd ein. „Er hat den Unterschied ausgemacht“, lobte Herbert seinen kanadischen Landsmann. Zu einer spielentscheidenden Szene kam es dann 3:21 Minuten vor Schluss. Nach einem Korbleger von Center Erik Murphy regte sich der Ulmer Chefcoach Torsten Leibenath so sehr über den vorangegangenen Schubser Murphys auf, dass er zwei Technische Fouls nacheinander kassierte und die Halle verlassen musste. Co-Trainer Tyron McCoy musste beim Spielstand von 69:66 aus Sicht der Ulmer übernehmen. Der Anfang vom Ende.

Und als dann ausgerechnet Quantez Robertson 2:15 Minuten vor Ultimo mit einem Dreier zur ersten Führung nach dem ersten Viertel traf, stand die Halle Kopf. Zuvor hatte Robertson nur einen seiner sieben Dreierversuche getroffen, kurz darauf legte er mit einem Mitteldistanzwurf zum 74:73 nach. „Die wichtigen Dinger macht er eben“ sagte Wohlfarth-Bottermann.

Sieben Sekunde vor dem Ende schlug dann die Stunde von Trae Bell-Haynes. Schnell, elegant und kraftvoll zog er zum Korb, legte den Ball zum 76:73 und wurde dabei auch noch gefoult. „Das war ein Big Play von ihm“, lobte ihn Landsmann Brady Heslip, der mit 24 Punkten und fünf verwandelten Dreiern bester Werfer der Skyliners war. „Aber er muss seine Freiwürfe noch treffen“, fügte der 28-Jährige hinzu. Denn Bell-Haynes Bonusfreiwurf landete nur am Ring, so dass die Ulmer tatsächlich noch die Chance auf den Ausgleich bekamen. Dwayne Ewans sollte dann zur tragischen Figur der Ulmer werden. Der Topscorer der Partie mit 25 Zählern verwandelte seinen ersten Freiwurf zum 74:76 zwei Sekunden vor Schluss, warf den zweiten absichtlich daneben, holte sich den Abpraller und verwandelte zum vermeintlichen Ausgleich. Allerdings war der Ulmer Flügelspieler schon losgelaufen, bevor der Ball den Ring berührt hatte und somit wurde der Treffer annulliert. Shawn Huff machte anschließend mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 78:74 den Deckel drauf.

„Wir haben uns bis zum Ende reingehängt“, sagte Bell-Haynes, der auf elf Zähler und sechs Assists kam. Er selbst sei zu Beginn der Partie nicht locker genug gewesen, erst in der zweiten Hälfte „habe ich befreiter gespielt“. Genauso befreit sollten die Skyliners auch am morgigen Dienstag in Malaga (20.45 Uhr) auftreten, wo es zum zweiten Eurocup-Spiel geht.

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