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Frankfurt Skyliners: Die Skyliners widerlegen beim Bundesliga-Kantersieg gegen Braunschweig manche Statistik

Von Frankfurts Basketballer knacken beim 92:56-Erfolg gleich zwei Saison-Vereinsrekorde. Ein Youngster rückt langsam in den Fokus.
Erhält zunehmend mehr Einsatzzeit: Das 17 Jahre alte deutsche Talent Isaac Bonga (rechts), hier gegen Braunschweigs Luis Figge. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Erhält zunehmend mehr Einsatzzeit: Das 17 Jahre alte deutsche Talent Isaac Bonga (rechts), hier gegen Braunschweigs Luis Figge.
Frankfurt. 

Wenn die beiden schlechtesten Angriffsreihen der Bundesliga aufeinandertreffen, kann nicht unbedingt ein Offensiv-Feuerwerk erwartet werden. Doch auch solche Mannschaften wachsen mitunter über sich hinaus. So führten die Basketballer der Skyliners gestern gegen Braunschweig bereits nach der ersten Halbzeit mit 53:36. Derart viele Punkte hatten die Hessen in dieser Saison nicht annähernd in den ersten beiden Vierteln erzielt. Am Ende stand ein nie gefährdeter 92:56-Erfolg zu Buche – womit die Frankfurter ihren Saisonschnitt von 68,8 Punkten pro Partie regelrecht pulverisierten.

„So etwas tut gut. Das gibt Rhythmus und Selbstvertrauen“, sagte der 19-jährige Niklas Kiel lächelnd, nachdem er selbst acht Punkte zum höchsten Bundesliga-Saisonsieg der Frankfurter beigesteuert hatte. Der Power Forward machte das unverhoffte Angriffs-Spektakel am guten Training in den Tagen zuvor fest. „Wir spielen nicht mehr im Europapokal und haben mehr Zeit, uns vorzubereiten.“ Das habe dazu geführt, „dass wir den Ball besser bewegt und mehr als Team zusammen gespielt haben“.

Bilderstrecke Starker Heimsieg: Skyliners gewinnen gegen Basketball Löwen mit 92:56
Einen starken Heimsieg haben die Skyliners am 12. März 2017 gegen die Basketball Löwen hingelegt. Mit 92:56 trafen sie fast doppelt so oft den Korb wie ihre Gäste aus Braunschweig. Einen beeindruckenden Alley-Oop Dunking legte Quantez Robertson (Fraport Skyliners) hin.Dyshawn Pierre (Basketball Löwen Braunschweig) gegen Kwame Vaughn (Fraport Skyliners) unjd Quantez Robertson (Fraport Skyliners).Quantez Robertson (Fraport Skyliners) gegen Luis Figge (Basketball Löwen Braunschweig).

Im Kampf um die Play-offs treten die Skyliners allerdings auf der Stelle. Acht Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde haben sie weiter drei Niederlagen mehr auf dem Konto als Ludwigsburg (8.). Ein Heimsieg am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) gegen Göttingen ist daher Pflicht.

Trainer Gordon Herbert sah drei Tage nach seiner Brandrede, in der er die Einstellung einiger seiner Spieler öffentlich kritisiert hatte, eine positive Reaktion seines Teams. Nach einem schnellen 0:7-Rückstand nach nur einer Minute spielte seine Mannschaft phasenweise großartig auf. Schon eine Minute vor dem Ende des ersten Viertels führten die Gastgeber 27:16, nach dem dritten Abschnitt 71:48. Speziell aus der Distanz trafen sie hochprozentig, allen voran Quantez Robertson und Shawn Huff, die jeweils vier Dreier erzielten. „Heute war hier gar nichts zu holen für uns“, sagte der Ex-Bundestrainer Frank Menz, der sich mit seinen Braunschweigern nach zuletzt hoffnungsvolleren Auftritten einiges ausgerechnet hatte.

Am Ende konnte Gordon Herbert vor 4300 Zuschauern sogar noch etwas für eine weitere Statistik tun. Fünf Minuten vor dem Ende nahm der Trainer beim Zwischenstand von 87:48 seine ausländischen Spieler vom Feld und wechselte den eigenen Nachwuchs ein. Erstmals in dieser Saison standen dadurch mit Niklas Kiel, Mahir Agva, Max Merz, Isaac Bonga und Garai Zeeb fünf Deutsche auf dem Parkett. Eine Momentaufnahme. Denn im Saisonschnitt haben die Skyliners bisher lediglich 21 Prozent ihrer Einsatzzeit an deutsche Spieler vergeben – auch in dieser Statistik belegen sie den letzten Platz in der Bundesliga. Das könnte sich bald bessern. Das 17-jährige Talent Isaac Bonga soll mehr in den Fokus rücken. Gestern kam der 2,03 Meter große U 18-Nationalspieler schon knapp 15 Minuten zum Einsatz, erneut auf der Flügelposition. Doch schon nächste Saison könnte er als Ersatz-Spielmacher auflaufen. „Das ist die Position, auf die mich der Verein sieht – und ich mich auch“, sagte Bonga. Beste Werfer seines Teams waren gestern Huff (17), Robertson, Shavon Shields (je 16) und Center Mahir Agva (11), der nach einer monatelangen Verletzung allmählich wieder in Schwung zu kommen scheint.

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