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Skyliners: Interview mit Skyliners-Trainer Gordon Herbert: „Ich schaue nach oben“

Am 29. September beginnt für die Basketballer der Fraport Skyliners die Bundesliga-Saison mit dem Spiel in Jena. Wie ist er der Stand der Vorbereitung? Wann kommt der neue Spielmacher? Darüber unterhielt sich unser Sportredakteur Harald Joisten mit Gordon Herbert (58). Der Kanadier steht vor seiner insgesamt neunten Saison als Trainer der Frankfurter. 2004 gewann er mit dem Club die deutsche Meisterschaft.
Geht in seine insgesamt neunte Saison als Cheftrainer der Skyliners: Gordon Herbert, der die Frankfurter erstmals von 2001 bis 2004 trainierte, danach 2010/11 und nun wieder seit 2013. Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch) Geht in seine insgesamt neunte Saison als Cheftrainer der Skyliners: Gordon Herbert, der die Frankfurter erstmals von 2001 bis 2004 trainierte, danach 2010/11 und nun wieder seit 2013.

Mr. Herbert, ihre Mannschaft hat im Testspiel am Dienstag gegen den belgischen Erstligisten Limburg (91:73) einen Aufwärtstrend gezeigt. Wie beurteilen Sie die aktuelle Form Ihrer Mannschaft?

GORDON HERBERT: Das Spiel war besser als das Turnier in der Woche zuvor in Gießen. Das liegt auch daran, dass jetzt Quantez Robertson, Mike Morrison und Jonas Wohlfahrt-Bottermann mit dabei sind. Wir sind in der richtigen Richtung, haben aber noch viel Arbeit in den nächsten drei Wochen vor uns.

Woran hapert es speziell?

HERBERT: Unsere Verteidigung muss in einigen Bereichen besser werden.

Ihr Kapitän Quantez Robertson ist nach dem Sommerurlaub mit einigen Pfunden zu viel auf den Rippen aus der US-Heimat zurückgekehrt. Gegen Limburg machte er schon wieder einen recht guten Eindruck. Wie ist seine körperliche Verfassung?

HERBERT: Er hatte Verletzungs-Probleme in Amerika und konnte in den vergangenen Wochen nicht normal trainieren. Er ist erst vor wenigen Tagen bei uns ins Mannschafts-Training eingestiegen. Ich hoffe, er kommt bis zum Saisonstart in Form. Aber alleine seine Präsenz auf dem Parkett ist wichtig für die Mannschaft. Er spricht viel in der Defense.

Neuer Spielmacher naht

Ihr Club ist weiter auf der Suche nach einem neuen Spielmacher. Wann rechnen Sie mit einer Verpflichtung?

HERBERT: Wir müssen schauen. Wir sind nah dran. Aber noch ist nichts perfekt. Es wäre schön, wenn es noch diese Woche klappt.

Suchen Sie außer dem Point Guard noch einen weiteren Spieler?

HERBERT: Nein, derzeit nicht. Wir werden mit nur fünf Ausländern in die Saison starten.

Turnier in Frankfurt mit Antwerpen und Bonn

An diesem Wochenende bestreiten die Basketballer der Fraport Skyliners ihre ersten öffentlichen Testspiele in Frankfurt: Bei einem Turnier von Freitag bis Sonntag in der heimischen Trainingshalle

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Neben dem noch gesuchten Spielmacher fehlt Ihnen auch weiterhin Shawn Huff, der derzeit als Kapitän mit der finnischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft spielt und dort ins Achtelfinale eingezogen ist. Wann wird er zu Ihrem Team stoßen?

HERBERT: Das hängt davon ab, wie weit Finnland bei der EM kommt. Wir müssen ihm nach der EM noch eine kleine Pause geben. Es kann sein, dass er erst eine Woche vor dem Saisonstart zu uns kommt.

Phil Scrubb ragt heraus

Können Sie schon einschätzen, was für Ihre Mannschaft in der kommenden Bundesliga-Saison möglich sein wird?

HERBERT: Das ist schwer zu sagen. Wir haben erst mit sieben Spielern aus unserem Erstliga-Kader gespielt. Neben Huff und dem neuen Spielmacher fehlte zuletzt auch Garai Zeeb wegen einer leichten Verletzung. Nach den Turnieren an diesem Wochenende in Frankfurt und in der nächsten Woche in Bayreuth sind wir um einiges schlauer, wo wir stehen.

Sind Sie besorgt, Sie könnten wegen der vielen jungen Spieler in Abstiegsgefahr geraten?

HERBERT: Ich schaue nur darauf, dass das Team jeden Tag besser wird. Ich schaue nicht nach unten, sondern nach oben und nach vorne. Die jungen Spieler arbeiten sehr hart, sie haben viel Potenzial. Es ist sehr angenehm, mit ihnen zu arbeiten.

Wie beurteilen Sie den Stand Ihrer erfahrenen Spieler, also neben Quantez Robertson auch von den Centern Mike Morrison und Jonas Wohlfahrt-Bottermann?

HERBERT: Mike und Tez müssen noch besser in Form kommen. Jonas gibt uns eine gute Präsenz unter den Körben.

Ihr mit Abstand bester Spieler in der Vorbereitung ist bisher US-Guard Phil Scrubb. Er hat schon 2016 maßgeblich dazu beigetragen, dass ihr Team den Europe Cup gewann. Danach musste er wegen einer Knieoperation ein Jahr pausieren. Sind Sie überrascht, wie gut der 24-Jährige nach der langen Pause schon wieder spielt?

HERBERT: Phil ist weiter als ich erwartet habe und in einer noch besseren Form als vor zwei Jahren. Er hat etwas Gewicht verloren und ist noch fitter. Wir müssen nur darauf aufpassen, ihm nach der langen Wettkampfpause auch Erholungsphasen zu geben.

Ihr Ausblick auf die kommende Saison ist demnach. . . .?

HERBERT: Ich denke, der Ausblick sieht richtig gut aus.

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