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Basketball-Computer-Team: e-Sports: Die Top 100 der Welt als Ziel der Skyliners

Von Noch sind Frankfurts Basketballer Vorreiter im boomenden e-Sport. Sie hoffen auf die Gründung einer Liga. Mit dem FC Bayern steigt nun ein Zugpferd ein.
Blick auf ein Videospiel des e-Sport-Teams der Fraport Skyliners. Blick auf ein Videospiel des e-Sport-Teams der Fraport Skyliners.
Frankfurt. 

In der realen Sportwelt ist die Saison für die Fraport Skyliners beendet. Vor wenigen Tagen sind die Frankfurter im Bundesliga-Viertelfinale gegen den FC Bayern ausgeschieden, gestern trennten sich nun die Wege der Basketballer. Für eine andere Mannschaft des Clubs geht der Spielbetrieb weiter. Das neu gegründete e-Sport-Team kennt keine Sommerpause und bastelt weiter an seinem großen Ziel, in die Top 100 der Computer-Welt vorzustoßen. Die „virtuellen“ Skyliners treten seit Ende 2017 beim sogenannten Video-Spiel „NBA 2K18“ an. Und die Bilanz liest sich nach dem ersten Halbjahr mit 148:47 Siegen ziemlich gut.

„Wir waren mal sehr nah dran an den Top 100“, berichtet Skyliners-Sprecher Thomas Nawrath, „aber zuletzt haben wir einige Niederlagen kassiert.“ Neun Spieler gehören der Mannschaft an, die bereits einen Hauptsponsor (Aixit), Co-Partner (Speedlink) und Sportartikel-Ausstatter (PEAK) gefunden hat.

Das liegt freilich auch daran, dass die e-Sport-Szene weiter boomt. Computerspiele sind in, speziell bei jüngeren Menschen. Bereits zahlreiche Fußball-Bundesligisten haben eigene Teams zusammengestellt: Berlin, Leipzig, Schalke, Leverkusen, Wolfsburg. Die Frankfurter Eintracht hat auch schon ein Spielercasting gemacht und richtet Turniere im Rahmen der Liga aus.

Der Basketball-Sport an der Konsole ist noch nicht so weit verbreitet. Doch auch hier wächst die Szene. In Europa nimmt Deutschland bei den Club-Teams eine Vorreiter-Rolle ein. Allen voran die Skyliners, die zu den Gründungsmitgliedern des e-Sport-Bundes Deutschland (ESBD) gehörten. Als die Frankfurter im November 2017 ihr erstes professionelles Team ankündigten, trudelten Spieler-Anfragen aus ganz Europa ein. „Wir waren überrascht von der großen Resonanz. Uns haben Spieler aus Spanien, Frankreich, der Türkei, England und Holland angefragt“, erinnert sich Nawrath. Die aktuellen Spieler stammen zum Großteil aus der Rhein-Main-Region. Zwei Akteure wohnen in Berlin, einer in Koblenz. Die räumliche Distanz ist in der Computer-Welt freilich kein Problem. Zwei- bis dreimal in der Woche treffen sich die Skyliners-Gamer in einer virtuellen Sporthalle im Netz zum Training. Über Headsets besprechen sie Spielzüge und Verteidigungs-Varianten. Dabei dürfen sie auch echte Spielzüge der Bundesliga-Mannschaft von Trainer Gordon Herbert anwenden. „Das war uns wichtig“, so Nawrath. „Sie laufen die Spielzüge dann so lange durch, bis es jeder verstanden hat.“

Bayern gründen Team

Noch gibt es keine e-Sport-Liga in Basketball-Deutschland. Die Skyliners treten bisher bei frei ausgewählten Turnieren an. Dort sammeln sie Punkte für die Top-100-Rangliste. Doch die Entwicklung hin zu besseren Strukturen und hin zu einer deutschen Liga scheint nur eine Frage der Zeit. An diesem Sonntag startet mit dem FC Bayern ein Zugpferd in das e-Sport-Zeitalter. Die Münchner haben in den vergangenen Wochen 40 Spieler ausgewählt, die nun in einem Turnier um eine Aufnahme in das erste professionelle Team unter dem Namen „Bayern Ballers Gaming“ kämpfen. Von August an treten die Münchner e-Basketballer bei offiziellen Spielen an. „Mit den Bayern ist natürlich noch ein anderer Player drin, der den Liga-Charakter widerspiegelt. Vielleicht zieht noch der ein oder andere Bundesliga-Club mit“, hofft Nawrath. Neben Frankfurt ist München erst der zweite Erstligist mit einer offiziellen e-Sport-Mannschaft. Ulm ist kurz davor. „Wenn jetzt noch fünf oder sechs andere Bundesligisten einsteigen, kann man eine Szene aufbauen und einen Liga-Betrieb starten“, so Nawrath. Vorbild ist auch hier die US-Profiliga, die bereits ihre eigene e-Sport-Liga gestartet hat („NBA 2K League“).

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